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    05.09.2007

    UNO-Deklaration der Rechte indigener Völker verabschiedet

    Nach 22 Jahren Diskussion und energischem Widerstand einzelner Regierungen nahm die UN Vollversammlung am 13.9.2007 schließlich die Erklärung über die Rechte indigener Völker an. Neben elf Enthaltungen gab es vier Gegenstimmen von den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Diese Länder haben eine große indigene Bevölkerung, die rohstoffreiche Gebiete besiedelt. Für die ASW besonders erfreulich: Alle unsere Projektländer stimmten der Erklärung zu.

     

    Das Dokument verbessert den völkerrechtlichen Status von 370 Millionen Angehörigen indigener Völker, darunter 84 Millionen Adivasi in Indien und 300.000 San im südlichen Afrika.

     

    Erstmals werden dabei auch ihre kollektiven Rechte anerkannt. Unter anderem spricht die Deklaration ihnen das Recht auf ihre angestammten Siedlungsgebiete und deren Selbstverwaltung zu. Das stellt die bisherige Praxis von Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen zu Gunsten staatlicher Großprojekte und wirtschaftlicher Interessen von Konzernen massiv in Frage. Viele Indigenengruppen, wie zum Beispiel die Akuntsu und die Kanoê in Brasilien wurden so in den letzten Jahrzehnten stark dezimiert.

     

    Leider hat die Erklärung zurzeit lediglich den Status einer Empfehlung. Sie ist erst bindend, wenn ihre Prinzipien auch in internationales Recht umgesetzt werden.

    05.09.2007

     

     

     

     

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