01.10.2014

Indien: Mehr Menschen unter der Armutsgrenze als offiziell zugegeben

Indien wird es nicht gelingen, das erste Millennium Development Goal der Vereinten Nationen zu erreichen und die Zahl der Armen zwischen 2000 und 2015 zu halbieren. Dies berichten indische Zeitungen anlässlich des Auftritts des neuen indischen Premierministers Narendra Modi vor der UN-Generalversammlung Ende September. Die zitierten Wissenschaftler betonen, dass die von der indischen Regierung bislang angesetzte Armutsgrenze von 32 Rupien per Person und Tag (0,42 €) in Dörfern und 47 Rupien (0,60 €) in Städten unter den von den Vereinten Nationen zugrundegelegten Standards liege.

Anfang September schon hatte die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) Zahlen veröffentlicht, denen zufolge 2010 47,7 Prozent aller Inder in Armut lebten. Diese Berechnung ergab sich aus einem an die Kaufkraft angepassten Armutslimit, das von 1,25 Dollar pro Person und Tag (0,99 €) auf 1,51 Dollar (1,2 €) nach oben korrigiert wurde. Die Weltbank hatte bislang 1,25 Dollar angesetzt und war für 2010 auf 402 Millionen Inder unter der Armutsgrenze gekommen. Die neue Berechnung der ADB sieht 2010 584 Millionen Menschen des Subkontinents unter der Armutsgrenze.

Quellen: www.dnaindia.com ; www.business-standard.com


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