07.03.2015

Brasiliens Frauenbewegungen fordern politische Reformen zugunsten von Frauen

Zum internationalen Frauentag am 8. März haben die brasilianischen Frauenbewegungen und unsere engagierten Partnerinnen zu Aktionen aufgerufen. „Nur eine politische Reform wird uns Frauen eine Stimme und eine Chance in der Politik geben“, bekräftigt Creuza Maria Oliveira von der Hausangestelltengewerkschaft FENATRAD.

FENATRAD nimmt auch aktiv am Organisationsteam des diesjährigen Marschs der schwarzen Frauen nach Brasilia im November teil. So ist es auch kein Wunder, dass gerade der 8.März und die zahlreichen Veranstaltungen rund um dieses historische Datum alle Kräfte bündeln und als Teil der Vorbereitungen gelten. Maria Luiza, Koordinatorin unseres Jugend-Quilombolaprojekts Ijê Ófè postet noch schnell Banner und Programm für die Bundeshauptstadt Belém auf facebook: „Wir müssen dieses Mal unbedingt den Banner des Marsches mitnehmen“, fügt sie hinzu.

„Obwohl wir derzeit eine Präsidentin haben, zeigen die Zahlen, dass die Frauen immer noch die Minderheit in Brasiliens Politik sind“, empört sich Graca Costa vom ASW-Partner FAOR. Unter den 27 gewählten Gouverneuren im Jahr 2014 war nur eine Frau. Im Senat sind lediglich 12 der 81 Parlamentarier Frauen, und von den 513 Bundesabgeordneten sind nur 51 weiblich. Und in der legislativen Versammlung des Bundesstaates Pará ist die weibliche Vertretung von 6 auf 3 geschrumpft. Um dies zu ändern, beteiligen sich die Frauen unserer Partnerorganisationen an einer großen Kampagne der Zivilgesellschaft zur einer umfassenden politischen Reform in Brasilien.

„Wir wollen einen Volksentscheid, damit die gesamte brasilianische Bevölkerung darüber entscheiden kann, welche politische Reform für unser Land notwendig ist“, fordert Alderbaran Moura vom Frauenforum Pará.


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