13.06.2013

Brasilien: Frauenbewegung stellt sich gegen Staudamm-Projekte

Gegen Widerstand aus der Bevölkerung und Versprechen zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes setzt Brasiliens Regierung an den Flüssen Xingu und Tapajós umstrittene Staudammprojekte durch. Allein durch das Megaprojekt Belo Monte am Xingu werden rund 40.000 Menschen ihrer Existenzgrundlagen beraubt, über 3.800 Familien werden von Umsiedlungen betroffen sein. 

Jetzt hat sich die brasilianische Frauenbewegung (Articulaçao de Mulheres Brasileiras – AMB) in einem offenen Brief an die Regierung gewandt. Die Gruppe, die dem von der ASW unterstützten Bündnis „Xingu Vivo Para Sempre“ angehört, spricht sich insbesondere gegen die Entsendung einer militärischen Spezialeinheit an den Xingu aus. Dort sollen die Soldaten die Baustelle für den drittgrößten Staudamm der Welt bewachen und vor dem Widerstand indigener Völker und Flussbewohner und gegen streikende Bauarbeiter schützen. Auch an den Tapajós wurden Soldaten entsandt, wo weitere Staudämme geplant sind und sich bereits eine Protestbewegung der betroffenen Bevölkerung formiert.

Das Projekt der Energiegewinnung an den Flüssen Amazoniens stammt aus den Zeiten der Militärdiktatur in den 1960er und 1970er Jahren. Aus Sicht der Frauenbewegung widerspricht es der sozialen Entwicklung und der Klimagerechtigkeit.

Unterstützen Sie mit uns das Bündnis „Xingu Vivo Para Sempre“ und helfen Sie den Indigenen, Flussanwohnern und Kleinbauern im Kampf um ihre Lebensgrundlagen. Zum Bündnis

 

 

 

 


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Flussanwohner (Ribeirinhos) im Schutzgebiet für nachhaltige Sammelwirtschaft Rio Iriri