11.06.2015

G7 Gipfel - viel heiße Luft zu Frauenrechten

Auch wenn sich die G7-Staatchefs zu dem erfreulichen Klimaziel von maximal 2 Grad Erderwärmung bekannt haben, bleiben sie bei anderen Themen weit hinter notwendigen Zielsetzungen zurück. So wollen sie durch ihre Arbeit sicherstellen, dass „Frauen, Kleinbauern und landwirtschaftliche Familienbetriebe befähigt und nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittel-Wertschöpfungsketten gefördert und unterstützt werden.“ Diese Allgemeinplätze deuten darauf hin, dass es im Wesentlichen um Unterstützung und Förderung im Sinne der Wirtschaftsinteressen der G7 geht: Anpassung der Landwirtschaft an den Weltmarkt, Umstellung auf Cashcrops und somit eine Verdrängung kleinbäuerlicher Betriebe. So wird Kleinbäuerinnen zugleich die Möglichkeit genommen, Ernährungssouveränität zu erlangen.

Immerhin soll es eine neue „G7-Arbeitsgruppe“ zu Frauenthemen geben. Das ist zwar ein erster Schritt. Um Frauenrechten und der Gleichberechtigung der Geschlechter mehr Bedeutung beizumessen, brauchen wir Maßnahmen, die das Machtungleichgewicht zwischen Frauen und Männern beseitigen, Diskriminierung beseitigen und Geschlechter-Stereotype überwinden. 


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