24.11.2016

Palmölanbau in Amazonien - Zwei brasilianische ASW-Partnerinnen begeisterten mit ihren Vorträgen

Im Norden Brasiliens ist das Palmölbusiness auf dem Vormarsch. Kleinbauern werden verdrängt oder in den Vertragsanbau von Ölpalmen gelockt, der für die Familien langfristig ein Verlustgeschäft ist. Zudem drohen die Ölpalmenplantagen weite Teile des Regenwaldes zu vernichten. Die beiden Aktivistinnen und ASW-Partnerinnen  Aldebaran Moura und Benedita Gonçalves von der Organisation FASE haben sich dem Kampf gegen das Palmölbusiness verschrieben.  Sie klären die Bäuerinnen über die Risiken auf, mobilisieren sie zu Aktionen und bieten nachhaltigere ökonomische Alternativen an. Von dieser Arbeit berichteten sie vom 12. bis 23. November auf ihrer von der ASW organisierten Deutschlandrundreise. 

Dabei war für die beiden Aktivistinnen auch die aktuelle Situation in Brasilien ein Thema. Denn seit der umstrittenen Machtübernahme des konservativen und korrupten Präsidenten Michel Temer muss alles, was die brasilianische Zivilgesellschaft seit dem Ende der Militärdiktatur erkämpft hat, hart verteidigt werden. „Schon jetzt gibt es zahlreiche Verschlechterungen“, informierte Aldebaran Moura.

Zum Beispiel wurde bereits das Zusammenspiel zwischen der allgemeinen Schulspeisung und lokaler Landwirtschaft aufgekündigt. Diesem von der Vorgängerregierung eingeführten Programm zufolge mussten 30 Prozent der verwendeten Nahrungsmittel aus lokaler kleinbäuerlicher Produktion stammen. Das sorgte nicht nur für eine Stärkung der Kleinbauern gegenüber dem Agrobusiness, sondern setzte auch einen Akzent für eine gesunde Ernährung der Schulkinder. 

FASE ist daher aktuell bei vielen zivilgesellschaftlichen Aktionen dabei. Gerade angesichts der Zumutungen, die sich die neue brasilianische Regierung ausdenkt, gilt es für die Zivilgesellschaft, sich noch besser aufzustellen als bisher. Mehr zum Projekt FASE

 

 


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