Wenig Bedeutung wurde bei dem Besuch der Tatsache zugemessen, dass von den beiden Themen höchsten ein Fünftel der indischen Bevölkerung betroffen ist und dass das Land sich durch extreme Ungleichheiten, Ungerechtigkeit und Armut auszeichnet. 77 Prozent der 1,1 Milliarden Inder müssen mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag überleben. 47 Prozent der Kinder gelten als unterernährt. Studien von UNICEF und Asiatischer Entwicklungsbank beziffern alleine die Kosten von Unterernährung auf 3-4 Prozent des indischen Wirtschaftswachstums.
Die ASW ist seit 50 Jahren in Indien entwicklungspolitisch aktiv. Ihre Erfahrungen besagen, dass in dieser Situation einer boomenden Wirtschaft und einer sich rasant verändernden Gesellschaft die Unterstützung großer Teile der indischen Bevölkerung ganz besonders notwendig ist. Die benachteiligten Bevölkerungsmehrheiten tragen die Last dieser Entwicklungen. Eine Arbeit, wie die ASW sie in Indien leistet, sollte auch Anliegen aller in Indien engagierter Gruppen wie auch der deutschen Regierung sein. Die ASW wünscht sich von der Bundesregierung, dass diese nicht nur im Sinne der wirtschaftlichen und politischen Interessen der Bundesrepublik handelt, sondern im Sinne der rund 700 Millionen Menschen in Indien, die bislang an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes nicht teilhaben und von bestehenden Gesetzen nicht profitieren.
Über Beispiele und Erfolge der Indienarbeit der ASW können Sie sich auf folgenden Seiten informieren: Projekt SVAS
Die Interessen der Bundesregierung benennt die Bundeskanzlerin unter www. bundeskanzlerin.de
30.10.2007