22.06.2015

Indien: Ex-ASW-Partner erhält Auszeichnung als „Beste NGO“

Die Nichtregierungsorganisation BSS unterstützt die stark benachteiligte Adivasi-Gruppe der Banjaras bei ihrem Kampf um grundlegende Rechte wie Bildung, Gesundheit und Zugang zu Land. In der Khammam-Region in Südindien, wo BSS aktiv ist, gehören rund 50.000 Menschen den Banjara-Adivasi an. Einer historischen Lehrmeinung zufolge sind sie mit den vor Jahrhunderten nach Europa migrierten Roma und Sinti verwandt.

Bis 2011 wurde BSS, die Banjara Seva Samithi, mit Spendengeldern der ASW unterstützt. In dieser Zeit gelang es vor allem, für einige Dorfgemeinschaften das ihnen zustehende Land zu sichern. Obwohl das Land der Banjaras als „Tribal-Area“ ausgewiesen und damit geschützt ist, haben private und staatliche Akteure immer wieder versucht, diese Schutzgesetze zu umgehen. Mit ASW-Unterstützung konnte BSS auch staatliche Fördergelder einklagen, um Trinkwasserspeicher, Häuser und Schulen zu bauen.

Die Anschubfinanzierung der ASW hat sich auch perspektivisch ausgezahlt: Nach dem Ende der Förderung aus Berlin hat die Organisation erfolgreich weitergearbeitet und ist im Laufe der Jahre zu einem zuverlässigen Ansprechpartnerin der benachteiligten Banjara-Gemeinschaften im der Khammam-Region geworden. Dafür hat BSS jüngst eine Auszeichnung erhalten: Im 2014 neu gegründeten und von Andhra Pradesh abgespaltenen Bundesstaat Telangana wurde BSS anlässlich des einjährigen Geburtstages des Staates zur Best NGO gekürt.


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Mitarbeiter des "Centre for World Solidarity", Hyderabad, unterhält sich mit BewohnerInnen eines Banjara-Dorfes