08.10.2015

Racheakt gegen indische Frauenrechtsaktivistin

Am frühen Morgen des dritten Oktobers wurde das Haus der mehrfach preisgekrönten Frauenaktivistin und Gründerin der ASW-Partnerorganisation REDS von Unbekannten angegriffen, verwüstet und angezündet. Bhanuja und ihre Familie sind zum Glück unverletzt, doch der entstandene Schaden ist groß. Aufgrund ihres Engagements für die Frauenrechte wurde Bhanuja schon mehrfach bedroht oder man bot ihr Geld an um sie zum Schweigen zu bringen.
Erst kürzlich kam sie mächtigen Menschenhändlern in die Quere, die 18 Frauen mit dem Versprechen auf Arbeit in Saudi Arabien stattdessen nach Bombay gebracht hatten. Bombay ist in Indien bekannt für sein Rotlichtmilieu. Bei dem Versuch, dies zu verhindern, gelang es REDS, vier Frauen zu befreien. Zudem konnte am folgenden Tag einer der Menschenhändler festgenommen werden. Ein Tag später jedoch brannte Bhanujas Haus.

Doch auch dies bringt die angesehen Aktivistin nicht zum Schweigen. Bhanuja und die anderen Frauen von REDS setzten sich seit langem für eine wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und gegen häusliche Gewalt und die Verschleppung von Frauen ein. Seit 2009 wird die Frauenorganisation REDS von der ASW dabei unterstützt. Mehr zur Arbeit von REDS 


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Von REDS organisierte öffentliche Anhörung zur Gewalt gegen Frauen