20.03.2013

Indien: ASW-Partner erzielen höhere Erträge mit nachhaltigem Reisanbausystem SRI

Damit sich der Reisanbau auch für Kleinbauern wieder lohnt, hat sich unser Partner Centre for World Solidarity schon vor einigen Jahren für die Förderung einer besonders umweltfreundlichen und kostengünstigen Anbaumethode entschieden. Ohne Einsatz chemischer Düngemittel und Pestizide und bei einer Wassereinsparung von 50 bis 70 Prozent gegenüber dem konventionellen Reisanbau können mit dieser um 30 bis 50 Prozent höhere Erträge erzielt werden. Die Methode heißt SRI - System der Reisanbau-Intensivierung - und wurde in den 1980er Jahren von einem französischen Agronom erfunden, der mit Kleinbauern in Madagaskar arbeitete.

Durch die größeren Pflanzabstände und die kürzere Bewässerungszeit geben weniger Pflanzen mehr Ertrag, bedingt durch das bessere Wurzelwachstum und das von Stauwasser ungestörte Bodenleben. Sie sind gesünder und widerstandsfähig gegen Stress wie Trockenheit und Schädlingsbefall.

Zahlreiche Kleinbauern, mit denen unsere Partner kooperieren, sind inzwischen von SRI -englisch: System of Rice Intensifikation - überzeugt. Auch bei durch Klimawandel bedingten Niederschlagsschwankungen und sinkenden Grundwasserspiegeln können sie überleben. Weil zudem keine Kunstdünger und keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, ist auch die Verschuldung bei den an den Programmen beteiligten Kleinbauern zurückgegangen.

Die Erfolge der vom CWS geförderten Bauern überzeugten auch die Regierung des Bundesstaates Orissa. Diese beauftragte daraufhin das CWS-Resource Centre in Orissa, Lehrprogramme für Reisbauern zu entwickeln. Mehr und mehr Bauern kultivieren so ihren Reis mit der SRI- Methode und verbessern damit ihre Einkommenslage und Ernährungssituation.

Wie funktioniert SRI? Video in englischer Sprache


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Große Pflanzabstände - leichte Unkrautbeseitigung