19.12.2017

ASW-Partner aus der Westsahara erfindet innovative Hydrokultur

Die Idee ist wirklich originell: Abwasser aus einem Fischzuchttank wird in Plastikbehälter geleitet und lässt dort Grünfutter für Ziegen sprießen, die dadurch eine gute Milch geben. Eine wichtige Nahrungsergänzung im Flüchtlingslager Smara (Westsahara), in dem die Menschen von Nahrungsmittelhilfe abhängen. Für dieses Hydrokultur-Kreislaufprojekt erhielt der Agraringenieur Taleb Brahem bereits Preise: 2016 und erneut 2017 kürte ihn das UN-Welternährungsprogramm zum „Innovation Accelerator“. 
Der gleiche Taleb Brahim ist aber auch Ideengeber für ein Projekt, das die ASW seit 2016 fördert: Gemüseanbau vorwiegend unter der Regie der Frauen, ebenfalls im Flüchtlingslager Smara bei Tindouf in Algerien.
14 Familiengärten wurden dort im vergangenen Jahr angelegt und die Zahl steigt. Wichtig war dabei, dass die Frauen die Gärten zu ihrer Sache machen. Und das ist zweifellos gelungen. „Die sind in einem regelrechten Gartenfieber“, informiert Fatma, die Gartenkoordinatorin. „Denn die Frauen wollen endlich produktiv sein und nicht immer nur die Hand aufhalten für Hilfslieferungen.“ Einmal die Woche treffen sich daher die Gemüsegärtnerinnen und tauschen ihre Erfahrungen aus. Überschüsse an Kräutern wie Pfefferminze, Petersilie und Koriander verkaufen sie auf einem kleinen Markt. Seit Beginn des Gartenfiebers ist der Speiseplan der Familien reicher geworden – und der Aktionsspielraum der Frauen weiter. Siehe auch: http://www.aswnet.de/projekte/afrika/projektuebersicht/detail/westsahara.html

 

 


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Der Fischzuchttank wird durch ein Zelt gegen Sonne geschützt. In den Plastikwannen reift das Ziegen-Grünfutter.