17.12.2014

Ungelöster Westsaharakonflikt – Eine Konferenz in Berlin drängt auf das Referendum

Die Solidarität mit den Menschen der Westsahara, die seit 1991 auf ein ihnen versprochenes Referendum warten, hatte in Deutschland in den vergangenen Jahren nachgelassen. Aktuell ist sie wieder am Erstarken. Eine Westsaharakonferenz, die am zweiten Dezemberwochenende 80 Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Zivilgesellschaft und Politik in Berlin zusammenbrachte, hatte vor allem eine bessere Vernetzung von Solidaritätsgruppen und die Entwicklung einer auf die Politik gerichteten Strategie zum Ziel. „Wir wollten einen Startschuss geben für eine starke deutsche Unterstützungsarbeit und vor allem Druck auf die Politik aufbauen, damit das von Marokko bis heute blockierte Referendum endlich stattfindet“, sagt Tanja Brodtmann vom Verein Freiheit für die Westsahara e.V., der die Tagung in Kooperation mit dem Schweizerischen Unterstützungskomitee für die Sahraouis, dem Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur und der European Association of Lawyers for Democracy and World Human Rights u.a. organisiert hatte.

Besonders wichtig ist den OrganisatorInnen und anderen Unterstützergruppen der konstruktive Austausch mit der überparteilichen Parlamentariergruppe für die Westsahara des Europäischen Parlaments (Intergroup Westsahara), deren Vorsitzender Norbert Neuser nach Berlin gekommen war.

In einem nächsten Schritt wolle man nun auch die deutsche Politik und konkret das Auswärtige Amt adressieren, so Brodtmann. „Wir wollen darauf hinwirken, dass sich auch Deutschland endlich aktiv für eine Lösung des Westsaharakonfliktes im Sinne des Völkerrechts einsetzt.“

Die ASW ist übrigens die einzige deutsche Hilfsorganisation, die seit Beginn der Unterstützung für die Menschen in den Flüchtlingslagern ununterbrochen dabei ist. Aktuell fördern wir Ferienaufenthalte für sahrauische Flüchtlingskinder in Deutschland und unterstützen die Jugendarbeit in einem Jugendzentrum im sahrauischen Flüchtlingslager Ausserd. Mehr:


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Im Sande stecken geblieben: Das von der UN vorbereitete Referendum in der Westsahara