22.01.2018

33.000 Menschen sagten Nein zu Glyphosat und zur Agrarindustrie

„Business as usual“ - das herrschende Landwirtschaftsmodell - ist aufgrund des von ihm verursachten Verlustes an Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Wasser keine Option für die Zukunft. Mit diesem Resümee ging vor zehn Jahren der Weltagrarbericht an die Öffentlichkeit – eine von der Weltbank mitbeauftragte großangelegte Studie zum Zustand der Landwirtschaft weltweit. Die mitwirkenden Wissenschaftler empfahlen eine dringende Abkehr von Monokulturen und eine Rückbesinnung auf naturschonende Anbaumethoden. Doch 10 Jahre danach wartet die Welt noch immer auf die Agrarwende. Agrarpolitik in Deutschland, Europa und anderswo orientiert sich weiterhin an den Interessen der Agrarmultis – siehe das skandalöse Verfahren zur Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in Brüssel.

Dagegen haben wir, die ASW zusammen mit anderen Organisationen am 20. Januar in Berlin ein Zeichen gesetzt. Denn es darf keine verlorenen Jahre in der weltweiten Agrarpolitik mehr geben. Das „Business as usual“ raubt der Menschheit nicht nur die Zukunft auf diesem Planeten, es trägt auch heute schon dazu bei, dass Kleinbauern niederkonkurriert oder von ihrem Land vertrieben werden. Auch mit diesen, den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Welt, die ihre Flächen schonender bewirtschaften als das Agrobusiness und die nicht nur im Sinne der Zukunft ihrer Kinder, sondern auch im Sinne unserer Zukunft handeln, zeigten sich viele DemonstrantInnen solidarisch.

https://www.wir-haben-es-satt.de


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2018 war die Kritik an der Agrarindustrie stark auf die Fusion von Bayer und Monsanto und auf Glyphosat fokussiert. Die ASW machte auch den Landraub im globalen Süden durch große Akteure zum Thema, dessen Opfer die KleinbäuerInnen sind.