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NEWSLETTER JUNI 2007

INHALT:

1 EDITORIAL: 50 JAHRE ASW

2 AUFRUF FÜR EINE SOLIDARISCHE WELT - 0,7 PROZENT IHRES EINKOMMENS FÜR ENGAGIERTE MENSCHEN IM SÜDEN

3 INDISCHE PROJEKTPARTNER IN BERLIN - DAS ASW-KONZEPT VON SÜD-NORD-PARTNERSCHAFT

4 BRASILIANISCHER REGENWALDSCHÜTZER TARCISIO FEITOSA WIRD AM 15. SEPTEMBER IN BERLIN UND AUF DEUTSCHLANDRUNDREISE ÜBER ZWEI ASW-PROJEKTE IN AMAZONIEN BERICHTEN

5 HAKILI SO - JUGENDTHEATER AUS BURKINA FASO EBENFALLS AUF RUNDREISE DURCH DIE REPUBLIK

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1 EDITORIAL: 50 JAHRE ASW

Liebe LeserInnen,

in der letzten Ausgabe unseres Newletters hatten wir Sie bereits auf unseren 50 Geburtstag eingestimmt und Sie auch schon zu unserem großen Festakt am 15. September im Berlin eingeladen. Wir hoffen, dass Sie sich diesen Tag dick im Kalender angestrichen haben und freuen uns auf Ihr Kommen.

Mittlerweile steht auch fest, welche unserer Projektpartner Sie an diesem Tag persönlich kennen lernen können - lesen Sie dazu die Beiträge 3 bis 5 unseres Jubiläums-Newsletters.

Gleich an erster Stelle präsentieren wir Ihnen unseren schon angekündigten Jubiläumsaufruf. Unterzeichnen Sie diesen Aufruf, wenn Sie seiner Forderung zustimmen. Tragen Sie sich direkt auf unserer Homepage in die Liste der UnterzeichnerInnen ein:

http://www.aswnet.de/jubilaeumsaufruf.html

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2 AUFRUF FÜR EINE SOLIDARISCHE WELT - 0,7 PROZENT IHRES EINKOMMENS FÜR ENGAGIERTE MENSCHEN IM SÜDEN

1957 gehörte die „Aktionsgemeinschaft für die Hungernden“ zu den Ersten im Nachkriegsdeutschland, die die weltweite Ungleichheit zwischen Arm und Reich scharf verurteilten. Nach 50 Jahren besteht dieser Skandal globaler Ungerechtigkeit immer noch - mit dem Unterschied, dass heute auf dieser Welt mehr Reichtum produziert wird als je zuvor. Trotzdem werden Armut und Hunger nicht beseitigt. Trotzdem nimmt die Ungleichheit zu.

Im Gründungsaufruf von 1957 appellierte diese Aktionsgemeinschaft an „wirkliche Solidarität“ und forderte die Menschen dazu auf, den Wert einer Mahlzeit pro Woche den „Hungernden“ zu spenden. Mit engagierten Spendern und Spenderinnen hat die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW) seitdem die Ideen, Anstrengungen und Kämpfe von Menschen unterstützt, die nicht auf milde Gaben der Regierungen warten, sondern tatkräftig ihre Verhältnisse von der Basis her ändern wollen.

Vor über 30 Jahren haben sich die reichen Länder dazu verpflichtet, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe bereit zu stellen. Doch sie sind weit davon entfernt, dieses Ziel zu erreichen. Ebenso wenig schaffen sie gerechtere Handelsbedingungen für ProduzentInnen und KleinbäuerInnen im Süden, und auch das UN-Millenniumsentwicklungsziel, die Zahl der Armen weltweit bis zum Jahr 2015 zu halbieren, werden sie verfehlen.

Weil weder Wirtschaft noch Politik ausreichend Verantwortung für globale Gerechtigkeit zeigen und weil diese nicht genug oder nicht das Richtige zur Armutsbekämpfung tun, rufen wir Sie zu einer neuen Solidarität für die Globalisierung der Gerechtigkeit auf.

Übernehmen auch Sie Verantwortung und unterstützen Sie Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika, die sich mit ihrer selbstbewussten und mutigen Arbeit für gerechte gesellschaftliche Verhältnisse, für die Gleichberechtigung der Frauen und den Erhalt einer lebenswerten Umwelt einsetzen.

Setzen Sie ein Zeichen für eine Solidarische Welt und beweisen Sie den Regierungen, dass 0,7 Prozent zu schaffen sind. Spenden Sie 0,7 Prozent Ihres Einkommens für engagierte Menschen im Süden.

Vielen Dank!

Aufruf unterzeichnen:

http://www.aswnet.de/jubilaeumsaufruf.html

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3 INDISCHE PROJEKTPARTNER IN BERLIN - DAS ASW-KONZEPT VON SÜD-NORD-PARTNERSCHAFT

Zu unserem Festakt am 15. September werden zwei VertreterInnen unserer indischen Partnerorganisation Centre for World Solidarity aus Indien anreisen, Rukmini Rao aus dem aktuellen Vorstand des CWS, und M.V.Shastri, der Seniorchef des CWS.
Shastris Präsens in Berlin hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert, denn zusammen mit diesem Mann hat die ASW in Indien ihre Idee, Entscheidungen über Projektauswahl und -förderung sowie die Projektbetreuung immer mehr an kompetente Partner vor Ort zu übertragen, realisiert. M.V. Shastri war es, der 1992 das seit Ende der 70er Jahre aufgebaute ASW-Indienbüro in die unabhängige Nichtregierungsorganisation CWS überführte - 1984 hatte er die Nachfolge von V. Krishnamurti als „ASW Consultant in India“ angetreten.

Shastri prägte auch den Namen der kommenden, von der ASW unabhängigen Partnerorganisation in Indien: „Centre for World Solidarity“ (CWS). Die Namensähnlichkeit mit dem englischen Namen der ASW „Action for World Solidarity“ sollte die Nähe der Organisationen zueinander symbolisieren. (Mehr zur Geschichte des CWS erfahren Sie in unserer im Juli erscheinenden Jubiläumsbroschüre „50 Jahre Solidarität“. Bestellbar ab 15. Juli über mail@aswnet.de.

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4 BRASILIANISCHER REGENWALDSCHÜTZER TARCISIO FEITOSA WIRD AM 15. SEPTEMBER IN BERLIN UND AUF DEUTSCHLANDRUNDREISE ÜBER ZWEI ASW-PROJEKTE IN AMAZONIEN BERICHTEN

Seit über zehn Jahren wehrt sich das Komitee für Nachhaltigkeit in Porto de Moz gegen die Regenwaldvernichtung durch Holzkonzerne, Viehzüchter und Sojaindustrie. Die dort organisierten Flussanwohner nutzen den Regenwald als Kleinbauern, Fischer und in Sammelwirtschaft traditionell nachhaltig. Ihr Engagement hat mit dazu beigetragen, dass das Gebiet zum offiziellen Naturschutzreservat (Resex) erklärt wurde. Doch die Großgrundbesitzer versuchen auf kriminelle Weise, Schutzbestimmungen zu umgehen.

Tarcisio Feitosa von der Bewegung für eine nachhaltige Entwicklung der Region Transamazônica und Xingu, MDTX, die sich in Altamira und Porto de Moz aktiv gegen diese Missstände auflehnt, wird im September 2007 zusammen mit unserer Brasilienreferentin Tina Kleiber eine Rundreise durch Deutschland machen. In Vorträgen und Diskussionen wird es um Landkonflikte aber auch angrenzende Themen, wie Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Biodiversität gehen.

Die genauen Stationen der Reise sind in Planung - wir werden sie auf unserer homepage veröffentlichen. Fest stehen bislang folgende Termine: 11.9. Göttingen, AK solidarische Welt, 12.9. Celle,Eine Welt AK Celle, 15.9. Berlin, Jubiläumsfest der ASW, 18.9. Darmstadt, Brasilien in Darmstadt e.V., 20.9. Erkrath, Ökumenischer AK.
Genauere Informationen über die Vortragsreise: Brasilien@aswnet.de.

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5 HAKILI SO - JUGENDTHEATER AUS BURKINA FASO EBENFALLS AUF RUNDREISE DURCH DIE REPUBLIK

Die von der ASW unterstützte Jugendtheatergruppe Hakili So aus Burkina Faso wird in diesem Jahr zwischen dem 4. September und 25. Oktober in Deutschland gastieren. Die geplanten Spielorte sind auf der Webseite www.kulturkarawane.de unter dem Stichwort "Tourenplan" einzusehen. Ihr Programm für Jugendliche, mit dem die Gruppe in ihrem Heimatland schon einen Preis gewann, verspricht eine spannende Veranstaltung rund um das Thema "Liebe, Sex und AIDS-Prävention" mit Theater, Tanz und Rap-Musik.

Die junge Theatergruppe leistet auf spielerische Weise eine wertvolle Aufklärungsarbeit weit über die Grenzen ihres Heimatortes Bobo-Dioulasso hinaus. Viele der jugendlichen Zuschauer in Burkina Faso wissen herzlich wenig über das andere Geschlecht, über Sex, Verhütung und Schutz vor HIV/AIDS. In den Theaterstücken geht es aber auch um Themen wie Jugendarbeitslosigkeit, die Benachteiligung von Mädchen bei der Bildung und im Prinzip um alles, was jungen Menschen auf den Nägeln brennt.

Am 15. September wird Hakili So auf unserem Jubliäumsfest in Berlin auftreten.

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oeffentlichkeit@aswnet.de

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