Belo Monte Netzwerk

Am Xingu-Fluss im Amazonasbecken in Brasilien soll der drittgrößte Staudamm der Welt, der „Belo Monte Damm“, entstehen. Dieses Projekt, das eine saubere und alternative Energiegewinnung durch Wasserkraft propagiert, fordert auf der anderen Seite viele Opfer:  Für die geplante Überflutung müssen mindestens 500 km² Regenwald abgeholzt und mehr als 20.000 Menschen zwangsumgesiedelt werden, unter ihnen auch indigene Gemeinschaften. Die Stauung des Wassers würde aus einem ehemaligen Zufluss des Amazonas ein stehendes Gewässer machen und damit das ökologische Gleichgewicht der Umgebung massiv stören. Bestehende Umweltauflagen wurden nicht erfüllt und werden schlicht ignoriert. Die Kosten dieser sozialen und ökologischen Zerstörung haben bisher in den Kalkulationen der Regierung kaum Beachtung gefunden.

Die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt engagiert sich als Mitglied des Belo Monte Netzwerkes gegen das Wasserkraft-Großprojekt und unterstützt eine aktuelle Kampagne, die auf den Ausstieg deutscher Unternehmen aus dem Projekt zielt. Mit  einem Anteil von fast 10 Prozent sind auch europäische und deutsche Konzerne wie Voith Hydro, Siemens und die Münchener Rück am Staudammbau beteiligt.

Außerdem unterstützt die ASW als einzige deutsche NGO das brasilianische zivilgesellschaftliche Bündnis „Xingu vivo para sempre“ („Xingu für immer lebendig“), das sich konstituiert hat, um den Bau des Megastaudammes Belo Monte zu verhindern. Diesem Zusammenschluss gehören 250 lokale wie internationale Organisationen, Gruppen indigener Völker und zivilgesellschaftliche Gruppen an.

Mitglieder der indigenen Gemeinschaft der Munduruku besetzen die Baustelle des Staudammes