ASAFODEB - Senegal: Bildung macht selbstbewußt
Wissen ist kein Privileg der Männer
Nur wenige senegalesische Frauen haben in ihrer Kindheit eine Schule besucht, und auch ihren Töchtern geht es heute kaum besser. Das verringert nicht nur ihre Chancen auf dem engen formellen Arbeitsmarkt, es erschwert auch andere wirtschaftliche Aktivitäten wie den Kleinhandel oder Herstellung und Vermarktung landwirtschaftli-cher und handwerklicher Produkte.
ASAFODEB, die "Senegalesische Vereinigung zur Unterstützung von Ausbildung zu basisorientierter Entwicklung", bietet deshalb Alphabetisierungskurse an, in denen die Frauen weitere nützliche Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben. Sie erfahren etwas über Malariavorsorge oder ökologischen Landbau und lernen Stoffe zu färben oder Nahrungsmittel weiterzuverarbeiten.
Erwünschter „Nebeneffekt“: Die Frauen werden selbstbewusster und stehen für ihre Interessen ein. Awa Fall aus dem Dorf Keur Issa sagt: „Früher blieb ich still, auch wenn es um meine eigenen Probleme und Hoffnungen ging. Jetzt hat sich das geändert. Ich bearbeite mit anderen Frauen einen Garten. Wir haben gemerkt dass wir vieles können und haben Verantwortung übernommen. Heute kommt im Dorf niemand mehr an unserer Meinung vorbei.“

