APFG, Burkina Faso: Gegen Gewalt – auch wenn sie Tradition hat

Trotz eines gesetzlichen Verbotes werden in Burkina Faso noch immer Frauen und Mädchen an den Genitalien verstümmelt. Die ASW-Partnerorganisation "Association pour la Promotion Féminine de Gaoua" (APFG), die im Südwesten Burkina Fasos tätig ist, hat sich zum Ziel gesetzt, diese Praxis in ihrer Region zum Verschwinden zu bringen. Die Organisation erzielt große Erfolge mit einer Aufklärungsarbeit, die die Kultur der Ethnien des Südwestens einbezieht.

Der Dorfgemeinschaft werden neue, gewaltfreie Rituale angeboten, mit denen sie den Übertritt der Mädchen ins Erwachsenenalter zelebrieren können. Die Beschneiderinnen werden einbezogen, denn ihnen wird die Ausführung des neuen Rituals übertragen. Begleitend werden in Gesprächen und mit Theateraufführungen die Männer über die gesundheitlichen Konsequenzen des Eingriffs informiert.

Sobald die Beschneiderinnnen von dem neuen, unblutigen Ritual überzeugt sind, bildet APFG sie zu Beraterinnen weiter. Diese gehen dann in die Dörfer und bewegen noch tätige Beschneiderinnen zum Aufgeben der alten Praxis. Mit diesem Konzept hat APFG von 1995 bis 2009 über 10.000 Mädchen in 55 Dörfern vor der Beschneidung gerettet.

Der zweite Programmschwerpunkt von APFG sind Projekte zur Bildung und zur Förderung des Einkommens von Frauen. Sie stärken ihre Unabhängigkeit und ihre Fähigkeit, für ihre Rechte einzustehen.

Bitte unterstützen Sie die "Association pour la Promotion Féminine de Gaoua" im Südwesten Burkina Fasos in ihrem Kampf gegen die Genitalverstümmelung:


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