Frauen stärken. Spielend einfach!

Aktuell treffen sich in ganz Deutschland wieder Spielbegeisterte und würfeln, werfen Dartpfeile oder pokern für Frauenprojekte in Afrika. Beteiligen Sie sich an unserer Mitmachaktion und laden Sie Ihre FreundInnen oder Verwandte zu einem Spiel Ihrer Wahl ein. Damit Frauen gewinnen. Ihr Spieleinsatz geht in diesem Jahr an ein Bildungsprojekt für junge Frauen in Burkina Faso. MEHR:


AKTUELLES SPENDENPROJEKT

Armut in Togo bekämpfen -
durch fair gehandeltes Sojabrot

Togo zählt zu den ärmsten Ländern Afrikas. Zwei Drittel der Bevölkerung leben von einer Landwirtschaft, die sie nicht dauerhaft ernährt. Für Bäuerinnen der Region Pangouda schafft die neue ASW-Partnerorganisation OADEL daher mit genossenschaftlichem Sojaanbau eine Alternative. Die Sojabohne gehört in Togo zu den verbreiteten Ackerfrüchten. OADEL will erreichen, dass die Bäuerinnen künftig vom Sojaanbau leben können und dass zudem Sojabrot die Ernährung der Bevölkerung bereichert. Ob Bäuerinnen oder Müllerinnen, der ASW-Partner OADEL bringt die Akteurinnen zusammen und sorgt dafür, dass das gemeinsame Produkt, Sojabrot, einen Markt bekommt. Mehr:


AKTUELLES

Der Cerrado darf nicht sterben

„Ohne Cerrado stirbt der Regenwald“, beschreiben Wissenschaftler die Bedeutung der wasserreichen Savanne südwestlich des Amazonasregenwaldes in Brasilien. Bereits 40 Prozent des Savannenwaldes wurden für Rinderzucht, Zuckerrohranbau und Sojamonokulturen vernichtet. Doch die BewohnerInnen wehren sich. Unterstützen Sie sie: PETITION JETZT UNTERZEICHNEN

Burkina Faso braucht unsere Solidarität

In Burkina Faso haben mehrere tödliche Überfälle durch Islamisten in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Menschenleben gekostet. Zuletzt am 13.08.2017 in der Hauptstadt Ougadougou. Außerdem wird das kleine westafrikanische Land durch Klimawandel und Landgrabbing destabilisiert. Mehr:

 

 

10 Jahre Indigenenrechte - Landraub ist Hauptproblem

Eine Dekade nach der Erklärung der Indigenenrechte durch die UNO werden indigene Menschen weiterhin diskriminiert und haben einen schlechteren Zugang zu Bildung und Gesundheit. Bei den Landrechten ist ihre Situation sogar schlechter geworden, weil Rohstoff- und Agrarindustrie brutaler vorgehen. Mehr:

UNTERSTÜTZEN, MITMACHEN, TERMINE

„Gärten der Solidarität“ – Pate oder Patin werden

Gemeinschaftsgärten sind für viele Menschen auf der Südhalbkugel nicht nur Garanten einer reichhaltigeren Ernährung – sie sind zugleich Orte des Austauschs und der gelebten Solidarität. Übernehmen Sie eine Patenschaft - für einen Gemeinschaftsgarten Ihrer Wahl:

Kochrezepte aus den Gärten der Solidarität

Besuchen Sie unseren solidarischen Foodblog und laden auch Sie ihr Lieblingsrezept hoch. Oder lesen Sie die Rezepte aus den Gärten der Solidarität - aus Europa oder aus dem globalen Süden

Frauen stärken. Spielend einfach! -
Wie es geht erklärt unser Video 


60 JAHRE ASW

ASW Geschichte in Bildern
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1957: Aufruf für die Hungernden als Gründungsakt

Einmal in der Woche sollten solidarische Menschen auf eine Mahlzeit verzichten, sich in dieser „freigewordenen“ Zeit mit den Hungernden verbinden und das eingesparte Geld spenden. So schlugen es die Gründer der ASW vor, die von der in England laufenden „Miss a Meal“-Aktion inspiriert waren. Mit dem Aufruf für die Hungernden wurde 1957 die „Aktionsgemeinschaft für die Hungernden“ ins Leben gerufen, die sich erst 1973 in Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt umbenannte. Der Initiator des Aufrufs war Lothar Kreyssig, Präses der evangelischen Kirche, der als Mitglied der bekennenden Kirche Stellung gegen das Nazi-Regime bezogen hatte. Foto: Elemente aus den ersten Flyern der Aktionsgemeinschaft für die Hungernden

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Der Weg zur Solidarität

Die 70er Jahre in der Folge der Studentenbewegung und des Vietnamkriegs waren eine Zeit des politischen Aufbruchs und die Solidarität mit den Menschen der "Dritten Welt" hatte Konjunktur. Noch gab es portugiesische, spanische und britische Kolonien in Afrika, in denen Befreiungsbewegungen nach Unabhängigkeit strebten. Einige von ihnen und die Anti-Apartheidsbewegung für Südafrika wurden von der Aktionsgemeinschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt. In der konkreten Arbeit der Aktionsgemeinschaft ging es jetzt um den Kampf gegen die Ausbeutung der Dritten Welt und um eine umfassende Gerechtigkeit. Dieses Selbstverständnis führte 1973 zur Umbenennung der "Aktionsgemeinschaft für die Hungernden" in Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt. Foto: Die ASW unterstützte den Kampf gegen die weiße Vorherrschaft in Simbabwe (bis 1980) und Südafrika (bis 1994).

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Abkehr von den Kinderpatenschaften

1975 fasste der damalige ASW-Vorstand den Beschluss, keine Kinderpatenschaften mehr zu fördern. Denn es war offensichtlich geworden, dass Kinder durch das Patenschaftskonzept ihren Gemeinschaften entfremdet wurden und Dinge lernten, die für diese nicht nützlich waren. Kinder sollten, so die Empfehlung der indischen ASW-Berater, eher dadurch gestärkt werden, dass man die ganzen Gemeinschaften stärkte. 1982 lief die letzte Heimpatenschaft aus und die ASW setzt seither auf Gemeinschaftsförderung.

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ASW gegen Apartheid

Die Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Black Consciousness-Movement von Steve Biko entstand über Kontakte zu Flüchtlingen, die nach dem Aufstand in Soweto 1976 nach London, aber auch nach Berlin kamen. Der Erlös einer dreitägigen Info- und Musik-Veranstaltung gegen Rassismus im südlichen Afrika, die die ASW mit anderen Solidaritätsgruppen in der alten Mensa der TU Berlin organisiert hatten, ging an ein landwirtschaftliches Flüchtlings-Selbsthilfeprojekt in Botswana. Die ASW hat begleitend über Apartheid, Unterdrückung, Boykottaktionen usw. informiert und es gab Vorträge und Aktionsaufrufe.

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ASW als Vorreiterin bei Frauen-Empowerment

1982 startete die ASW in Indien das erste Frauenprojekt. Es war genau die Zeit, in der indische Nichtregierungsorganisationen mit der Organisierung von dörflichen Frauen in Selbsthilfegruppen (SHGs) begannen. Nur kollektives Handeln von Frauen, so die Überzeugung, ist wirkungsvoll. Das SHG-Konzept wurde später von der Weltbank verwässert, indem SHGs im Wesentlichen zu Haftungsgemeinschaften für individuell an die Frauen vergebene Kleinkredite reduziert wurden. Für die ASW und die Partner in Indien, Brasilien und afrikanischen Ländern ist das kollektive Empowerment von Frauen seitdem die Zielvorgabe in der Frauenrechtsarbeit geblieben.

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Beginn der Umweltarbeit

1986 kommt der Anführer der Chipko-Bewegung Sunderlal Bahuguna nach Berlin. Er berichtet auf einer Gegenveranstaltung zur „Grünen Woche“ über Baumumarmungsaktionen, mit denen Frauen im Himalayagebiet gegen die Abholzung von Wäldern vorgehen. Die Chipko-Bewegung wollte von der ASW keine Projektförderung, sie wollte Öffentlichkeit. Die ASW unterstützte, auch bei der Kampagne gegen den Tehri-Staudamm. Die ersten ASW-Umweltprojekte gab es dann in der Sahelzone – Kapverden, Burkina Faso und Senegal. Heute ist der nachhaltige Umgang mit Wald, Boden, Wasser ein Querschnittsthema in allen ASW-Projekten. Foto: Sunderlal Bahuguna (2.v.l.) mit Martin Gugeler, ASW (3.v.l.) und Reinhild Schepers, ASW (4.v.l.)

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ASW in der Kampagne gegen die Narmada-Staudämme

Bei der Kampagne gegen die Staudämme am indischen Fluss Narmada Mitte der 90er Jahre hat die ASW eine führende Rolle in Mitteleuropa eingenommen und war auch Teil der Koordinationsachse des Widerstandes Washington – Berlin – Tokio. Die Weltbank hat sich nach dem öffentlichen Druck aus dem Projekt zurückgezogen, aber der Staudamm wurde dennoch weitergebaut. Danach war die ASW in verschiedenen Kampagnen gegen andere Staudammprojekte aktiv, in Indien seit 2005 gegen das Polavaram-Projekt, in Brasilien seit 2008 gegen Belo-Monte. Das Foto zeigt die Narmada-Aktivistin Medha Patkar Anfang der 1990er Jahre.

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Enteuropäisierung der Indienarbeit

Ein Meilenstein war die Enteuropäisierung unserer Projektarbeit in Indien: Es sollte in die Zuständigkeit indischer Partner übergehen, wichtige Themen für die Förderung zu identifizieren und Kontakte zu innovativen Organisationen vor Ort aufzubauen. 1975 wurde ein indischer Aktivist fester ASW-Mitarbeiter und ASW-Consultant in India und bald gab es ein eigenes ASW-Indienbüro. Daraus ging schließlich 1994 das Centre for World Solidarity, CWS, als von der ASW unabhängige indische Nichtregierungsorganisation hervor. 2014 feierte dieses seinen 20sten. Im Foto ASW-Mitarbeiter Detlef Stüber mit dem CWS-Vordenker und Vorstandsmitglied Sastri.

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Die ASW in der Kampagne gegen den Belo-Monte-Staudamm

Seit 2008 ist die ASW Teil der internationalen Netzwerkes gegen den Belo Monte Staudamm im brasilianischen Amazonasgebiet und macht auf die Beteiligung auch deutscher Akteure wie Siemens aufmerksam. Der Staudamm wurde zwar gebaut und die erste Turbine 2016 eröffnet. Aber der Widerstand gegen vergleichbare Staudammprojekte in Brasilien wurde durch die Kampagne gestärkt. Aktuell kämpfen zivilgesellschaftliche Gruppen und besonders die indigenen Munduruku gegen Projekte, die Mensch und Natur am Amazonas-Nebenfluss Tapajos gefährden. Die ASW und ihre Partnerorganisation FAOR unterstützen sie dabei. Foto: 2015 bekamen die von der ASW unterstützten Munduruku für ihren Widerstand gegen Staudämme den Eqator Prize der UNO verliehen. Dabei auch die Belo-Monte-Aktivistin und ASW-Partnerin Antonia Melo, 4.v.l.

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Ackern für die Zukunft

Im Herbst 2014 startete die ASW eine Kampagne zugunsten von Kleinbäuerinnen. Denn es sind vorwiegend Bäuerinnen, die die Menschen im globalen Süden ernähren und die ihre Landwirtschaft so nachhaltig betreiben, dass auch künftige Generationen von den Böden dieser Welt leben können. Auch der Erhalt von Biodiversität und lokal angepasster Pflanzensorten ist der Beitrag von Bäuerinnen zur Zukunftssicherung. Unser Motto lautete denn auch „Ackern für die Zukunft - Bäuerinnen denken weiter“. Ein an das Bundesministerium für Entwicklung gerichteter ASW-Appell zur gezielten Stärkung der Bäuerinnen wurde von über 3.000 Menschen unterzeichnet – am 20. Oktober 2016 haben wir die Unterschriften an das BMZ übergeben.