EKTA - indische Frauen wehren sich gegen Gewalt

...und fordern Menschenrechte ein

Gewalt gegen Frauen geht in Indien weit über die alltäglichen sexuellen Übergriffe in und außerhalb des Hauses hinaus. Weibliche Föten werden gezielt abgetrieben und kleine Mädchen so sehr vernachlässigt, dass sie wesentlich öfter an heilbaren Krankheiten sterben als Jungen. In manchen ländlichen Regionen Indiens werden neugeborene Mädchen gleich nach der Geburt umgebracht. Solche Praxis hängt zum Teil damit zusammen, dass Familien sich hoch verschulden müssen, um die für die Verheiratung einer Tochter erforderliche Mitgift aufzubringen.

Außerdem haben alleinstehende oder geschiedene Frauen in Indien einen besonders schweren Stand. Eine Frau ohne Mann gilt nichts und wird wie eine Prostituierte behandelt.

EKTA stärkt nicht nur Frauen, sondern setzt sich auch für Bewußtseinsveränderungen bei Männern ein. So koordiniert EKTA im Auftrag der Landesregierung Tamil Nadus Trainingsprogramme für Polizisten, damit Frauen, die bei der Polizei Schutz und Unterstützung suchen, künftig respektvoller aufgenommen werden und ihre Recht einklagen können.

Genauso wichtig wie die Veränderung der gesellschaftlichen Wertschätzung für Frauen ist EKTA, dass die Frauen selbst sich Wert zu schätzen lernen. In zahlreichen Kursen erfahren sie mehr über ihre Rechte und wie sie sich wehren können. Mitarbeiterinnen begleiten Gewaltopfer zur Polizei, helfen bei der Anzeige und betreuen sie während der Gerichtsverfahren.

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