FAOR unterstützt Protest gegen Tapajosstaudämme
Brasilien - FAOR

Ein Netzwerk für die nachhaltige Entwicklung Amazoniens

Den Schwachen eine Stimme geben, dafür gründete sich 1993 in Brasilien das „Fórum da Amazônia Oriental“ (FAOR). Diese Vereinigung umfasst inzwischen 133 Organisationen und Gemeinden aus den brasilianischen Bundesstaaten Pará, Amapá, Tocantins und Maranhão. Vertreten sind viele gesellschaftlich benachteiligte Gruppen, wie die Quilombolas, indigene Gemeinschaften und KleinbäuerInnen. Der Schwerpunkt liegt auf einer nachhaltigen Entwicklung und der Vernetzung der Mitglieder. Die Menschen leben oft weit verstreut im Amazonasgebiet, viele Dörfer sind nur über den Wasserweg zu erreichen. Trotz großer Entfernungen und oft schwieriger Wege, schaffen es die FAOR-Mitglieder, sich effektiv zu vernetzen. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle. Über eine Plattform können Aktivisten schnell über Gesetzesverstöße berichten und diesen etwas entgegensetzen. Außerdem wird monatlich die Mitgliedszeitung „Aldeia“ verteilt. Mit dem jährlich erstellten "Social Watch"-Bericht macht FAOR auf Missstände in der Sozial- und Umweltpolitik aufmerksam. 

Ein weit verbreitetes Problem im Amazonas ist der Landraub durch große Firmen, die Regenwald in Ackerflächen oder Rinderweiden umwandeln. Oft sind davon Gebiete indigener Gemeinschaften betroffen, die eigentlich von der Verfassung geschützt sind. Um den Anspruch auf dieses Recht auf Land durchzusetzen, bietet FAOR Vernetzungstreffen und bildet Verantwortliche weiter.

Von 2010 bis 2015 unterstützte die ASW das Projekt „Ijè Ofê Raça livre“, übersetzt „Freies Volk“. Dieses bildet junge Quilombolas zu Führungspersonen aus. Die Quilombolas sind Nachfahren ehemaliger afrikanischer Sklaven, die in eigenen Siedlungen mit kollektiver Landnutzung leben. Sie gehören zu den stark benachteiligten Gruppen des Landes. In dem Projekt von FAOR werden junge Erwachsene in Theorie- und Praxisveranstaltungen ausgebildet, um später Verantwortung für ihre Gemeinde zu übernehmen. Aufgrund des großen Erfolges und der Nachfrage interessierter Quilombolagemeinden wollen FAOR und die ASW, dass das Projekt weitergeht. FAOR setzt jetzt auf eine Unterstützung aus EU-Mitteln. Die ASW unterstützt FAOR bei diesem Vorgehen. 


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FAOR vernetzt die geographisch weit verstreut liegenden Gemeinden und Organisationen von Indigenen, Quilombolas und anderen traditionellen Gemeinschaften in Amazonien und stärkt sie bei der nachhaltigen Nutzung ihrer Ressourcen. Die Vernetzung der Bewegungen gegen die geplanten Staudämme am Tapajós-Fluss ist ein aktueller Schwerpunkt.
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