ISWO ist in den Slums von Dhenkanal und in 11 umliegenden Dörfern tätig. Das Frauenhaus in Dhenkanal ist sowohl ein Ort der Zuflucht der Frauen vor häuslicher Gewalt als auch Ausgangspunkt für die Kampagnen von ISWO. Die „cultural group“, eine Tanz- und Theatergruppe, bringt die Themen in die Dörfer. Aus der langjährigen Anti-Gewalt- und Aufklärungsarbeit zu Frauenrechten entstanden dort Selbsthilfegruppen, die die Rolle der Frauen in der ländlichen Region nachhaltig stärken.
Diese Gruppen sind heute ein Garant für die Sicherung der Ernährung. Neben Landwirtschaft und Gartenbau betreiben sie auch Fischzucht oder den Anbau von Champignons. In anderen Dörfern produzieren die Frauen Kurkumapulver aus den kultivierten Gelbwurzeln. Andere Frauengruppen stellen aus Bambus Gebrauchs- und Geschenkartikel her. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf kann die Ernährungspalette erweitert werden. Oder das Geld wird für nötige Anschaffungen zurückgelegt.
Grundlage des ISWO- Konzeptes zur Sicherung der Ernährung in den Dörfern ist die Vielfalt im Anbau. Gemeinschaftliche Saatgut- und Getreidespeicher sorgen für die Sicherung der nächsten Aussaat und eine Grundversorgung in Krisenzeiten.