Telangana - CWS-Programm NPM

CWS-Programm Pestizidfreier Landbau

In Südindien ringen Hunderttausende von KleinbäuerInnen ums Überleben. Meist sind sie hoch verschuldet bei Pestizidhändlern, die aus Unwissenheit Kapital schlagen und ihren Opfern zu große Mengen von zum Teil ungeeigneten Pestiziden verkaufen.

Das CWS setzt auf Umweltbildung, vermittelt den Bäuerinnen und Bauern umweltschonende Anbaumethoden ohne Pestizide und motiviert sie zur Umstellung auf eine nachhaltige Landwirtschaft.

Schädlinge auf den Feldern werden nun durch pflanzliche Präparate und durch die Wiederherstellung einer natürlichen Balance verschiedener Insekten und anderer Lebewesen kontrolliert. 
Diese nachhaltigen Methoden sind deutlich erfolgreicher und zudem billiger als chemischer Pflanzenschutz. Daher hat sich in allen Dörfern, in denen der pestizidfreie Landbau praktiziert wurde, die Einkommenssituation der Bauern sichtbar verbessert. Nach und nach sind sie auch schuldenfrei geworden. 

Das CWS arbeitet daran, weitere Bauern von den Vorzügen des pestizidfreien Landbaus zu überzeugen. Nur so lässt sich in den ländlichen Gebieten Südindiens die Ernährung der Menschen sicher stellen und langfristig auch die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität bewahren.

Erfolgsbeispiel SRI: Wie Kleinbäuerinnen mit ökologischem Reisanbau hohe Erträge erzielen

Kürzlich beschäftigte das System der Reisintensivierung - "System of Rice Intensification"(SRI) sogar die deutschen Medien: Eine Studie des Regierung des indischen Bundesstaates Bihar hatte belegt, dass mit der Methode deutlich höhere Erträge erzielt werden können als beim konventionellen Reisanbau. 

Unser Partner Centre for World Solidarity arbeitet schon seit einigen Jahren an der Verbreitung des SRI - System der Wurzelintensivierung beim Reisanbau. Denn die Methode ist geradezu maßgeschneidert für Kleinbäuerinnen und deren Möglichkeiten. SRI kommt komplett ohne chemische Düngemittel und Pestizide aus. Zudem sparen die BäuerInnen mit ihr 50 bis 70 Prozent Wasser ein gegenüber dem konventionellen Reisanbau. 
Durch die größeren Pflanzabstände und die kürzeren Bewässerungszeit geben weniger Pflanzen mehr Ertrag, bedingt durch das bessere Wurzelwachstum und das von Stauwasser ungestörte Bodenleben. Sie sind gesünder und widerstandsfähig gegen Stress wie Trockenheit und Schädlingsbefall.

Die KleinbäuerInnen, mit denen unsere Partner kooperieren und die der SRI-Methode folgen, stehen heute ökonomisch besser da. Auch bei Niederschlagsschwankungen und sinkenden Grundwasserspiegeln können sie überleben. Und weil sie keine Ausgaben für Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel haben, konnten sie ihre Schulden abbauen.

Auch für die lokale Umwelt, die Bodenfruchtbarkeit und den Wasserhaushalt sind diese Veränderungen von Vorteil. So werden auch künftige Generationen von BäuerInnen in der Projektregion des CWS sicher von der Landwirtschaft leben können.
Radiobeitrag zu SRI

 


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Dieses Programm unseres Partners 'Centre for World Solidarity' hilft vor allem hoch verschuldeten KleinbäuerInnen, mit biologischem Pflanzenschutz eine gute Ernte einzubringen.
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