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FARR kämpft für das Überleben der Dongria-Kondh

Junge Männer in einem Dorf der Dongria-Kondh

Seit Jahrhunderten schon leben die Dongria-Kondh in den Niyamgiri Hills von Orissa. Weitgehend zurückgezogen siedeln sie in den Wäldern, sammeln Früchte, bauen auf kleinen Feldern Hirse an und verkaufen einen Teil ihrer Sammelprodukte.
Seit 1983 werden sie von der ASW-Partnerorganisation FARR (Friends Association for Rural Reconstruction) dabei unterstützt, ihre Existenz abzusichern. FARR ist in 28 Dörfern der Region aktiv, setzt sich für die Rechte der Dongaria ein, unterstützt diese bei der Vermarktung ihrer Produkte und bietet Gesundheitsworkshops an.

„Wenn wir nicht kämpfen, werden wir zu Nomaden wie die Vögel“

Seit 2008 bedroht eine Aluminium-Raffinerie des britischen Konzerns Vedanta die Siedlungsgebiete der Kondh. Giftiger Rotschlamm, ein Abfallprodukt der Raffinerie, verseucht bereits das Grundwasser und ruft bei den Menschen Hautkrankheiten hervor. Vedanta will künftig den Aluminium-Rohstoff Bauxit aus nächster Nähe beziehen und plant eine Bauxit-Mine, die den Berg Niyamgiri und seine Wälder zerstören würde.

Mit Unterstützung von FARR haben sich die Menschen erfolgreich gegen das Projekt und gegen ihre Vertreibung zur Wehr gesetzt. Im August 2010 hat die indische Zentralregierung das Minenprojekt gestoppt, weil die Waldbehörde bei den Vedanta-Planungen „Verstöße gegen die Rechte der vom Wald lebenden Gemeinschaften“ festgestellt hatte.

Ob diese Entscheidung aus Delhi Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Vorerst wird FARR zusammen mit den bedrohten Dongria Kondh den Kampf gegen zerstörerische Bergbauprojekte fortsetzen. Auch FARR-Workshops zu Waldschutz, Gesundheitsversorgung, Einkommen- und Nahrungssicherheit und die Bildung von Frauenselbsthilfegruppen sind zur Stärkung der in vieler Hinsicht benachteiligten Adivasi weiterhin notwendig.


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