Indien - SHAHEEN

Schutz von Frauen vor Menschenhandel und Fremdbestimmung

 

Viele Mädchen und Frauen aus den muslimischen und Dalit-Gemeinschaften Hyderabads, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Telangana, leiden unter sozialer Diskriminierung und starken patriarchalen Strukturen. Sie dürfen kaum das Haus verlassen und können keine eigenen Lebensvorstellungen umsetzen. Oft werden sie schon mit 14 oder 15 Jahren verheiratet. Gleichzeitig sind für sie, wie für viele andere indische Frauen auch, schwere körperliche und seelische Misshandlungen Alltag. Es sind meist Ehemänner oder Familienangehörige, die Mädchen und Frauen erniedrigen, erpressen, schlagen und vergewaltigen. Dazu kommt die Gefahr durch Menschenhandel.

Vor diesem Hintergrund gründete sich 2002 die Frauengruppe SHAHEEN, mit dem Ziel, die Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Geschlechtergleichheit herzustellen sowie Frauen und Mädchen zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen. Die konkreten Hilfsangebote von Shaheen sind so vielfältig wie die Diskriminierungen.

Besonders eine neue Form des Menschenhandels steht im Mittelpunkt der Arbeit von SHAHEEN. Seit einigen Jahren suchen ältere Männer aus arabischen Ländern, wie Katar, Oman und dem Sudan, in Indien verstärkt nach jungen Bräuten oder günstigen Haushaltshilfen. „Über ein Drittel der Haushalte in unserem Bezirk hat ein Mädchen an einen arabischen Mann verheiratet. Manche dieser Hochzeiten werden nach wenigen Wochen aufgelöst, dann stehen die Mädchen völlig alleine da“, berichtet Sulamana Begum, die Leiterin der Frauengruppe.

Bei SHAHEEN finden diese Mädchen umfangreiche Unterstützung. Neben einer psychosozialen Betreuung berät die Organisation die Gewaltopfer und leistet gegebenenfalls rechtlichen Beistand. Zudem werden den Mädchen mithilfe von Bildungsprogrammen Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, ihr Leben zukünftig eigenständig zu gestalten. Dieses Engagement hat die Organisation SHAHEEN zwischenzeitlich bekannt gemacht und ihr viel Anerkennung eingetragen. Durch nationale Netzwerke berät SHAHEEN sogar indienweit und in arabischen Ländern Gewaltopfer per Telefon. Im Kampf gegen die Kinderhochzeiten konnte SHAHEEN durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und die Überführung von Vermittlern und Käufern bereits einige Erfolge erringen. Inzwischen ist auch die örtliche Polizei bereit, Anzeigen von SHAHEEN wegen Scheinheiraten mit Minderjährigen zu verfolgen.

Damit SHAHEEN auch weiterhin Mädchen eine würdevolle, eigenständige Zukunft ermöglichen kann, bitten wir Sie um Ihre Spende.

Wollen Sie weitere Einblicke in die Arbeit von SHAHEEN erhalten? 
Dann schauen Sie das Video der Organisation: SHAHEEN-VIDEO

Auch die ARD hat Shaheen kürzlich vorgestellt: Zum Beitrag 


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Unser Partner SHAHEEN kämpft in den muslimisch geprägten Slums von Hyderabad für die Stärkung von jungen Mädchen und Frauen sowie gegen Gewalt. Ziel ist es, sie beim Aufbau eines selbstbestimmten Lebens zu unterstützen, sie vor der frühen Zwangsverheiratung zu schützen und ihnen Zugang zu Bildung und Einkommensmöglichkeiten zu verschaffen. Verstärkt kämpft SHAHEEN gegen den Frauenhandel.
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