Jharkhand - ASES

Menschenrechte für benachteiligte Adivasi

Jharkhand ist einer der rohstoffreichsten Bundesstaaten Indiens. Doch große Teile seiner Bevölkerung leben in extremer Armut. Im East Singhbhum District ist der Gesundheits- und Ernährungsstandard der Bevölkerung sogar einer der schlechtesten in ganz Indien. In der Region ist das Fluss- und Grundwasser durch Industrieansiedlungen verunreinigt und Waldgebiete sind abgeholzt oder abgeriegelt. Die Adivasi- Gemeinschaften können nicht mehr von den früher üblichen Naturressourcen leben - gleichzeitig fehlt es an Infrastruktur und Schulen, Bildung und Wissen über grundlegende Rechte.

Hier arbeitet der ASW-Partner ASES mit marginalisierten Adivasi an der Durchsetzung der Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und Bildung. Die engagierte Gründerin Prabha Jaiswal und ihre MitstreiterInnen kämpfen in den Dörfern der Santal- und Mundugemeinschaften für gesunde Ernährung, Hygiene und Schulbildung für die Kinder und erstreiten Landrechte und Aufenthaltstitel.

Die Aufklärungsarbeit wird mit Straßentheater auch spielerisch umgesetzt. ASES-Mitarbeiterinnen gehen zudem in die Schulklassen und bieten Malworkshops an. Die Kinder zeichnen dabei ihre Lieblingsgemüse und erklären, welche Vitamine diese enthalten.

Besonders beliebt bei den SchülerInnen sind Kinderparlamente, die eigene „MinisterInnen“ für Hygiene und Sanitär oder für ausgewogene Ernährung bestimmen. Die sollen das Thema im alltäglichen Leben präsent halten.

Mit ASES-Unterstützung kultivieren Frauen-Selbsthilfegruppen heute in Küchengärten mineral- und vitaminreiche Gemüsesorten. Die in den Workshops und im praktischen Gemüseanbau erworbenen Kenntnisse geben die Bäuerinnen eigenständig an andere Frauengruppen weiter.

Eine weitere Frauen-Selbsthilfegruppe informiert jugendliche Mädchen über Hygiene, die Vorteile von Muttermilch und Gesundheitsvorsorge während der Schwangerschaft. Mit dem nahe gelegenen Krankenhaus werden Geburtsvorbereitung und Schwangerschaftskontrolle durchgeführt - immer mehr Geburten finden nun auch dort statt. Jeden dritten Donerstag im Monat gibt es Impftermine in den beiden Dörfern.

So greifen die ASES-Aktivitäten gut ineinander. Die Einschulungsrate liegt inzwischen über 95 Prozent, auch die Zahl der Schulabbrecher sinkt kontinuierlich. Krankheiten wie Lepra und die vormals extrem hohe Mütter- und Kindersterblichkeit werden weitgehend eingedämmt. Die jahrelange Mangelernährung weicht nun einer ausgewogenen, wenn auch nicht üppigen Ernährung. „Wir fördern konsequent die Menschenrechte auf Bildung, Gesundheit und Ernährung durch das Empowerment der Ärmsten und Unterdrücktesten. Das ist die Grundlage für das Überleben der Adivasi-Gemeinschaften in Jharkhand“, beschreibt Monimoy Sinha vom ASW-Partner CWS die Aufgabe. Hierfür bitten wir Sie herzlich um Ihre Spende.


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ASES kämpft im Bundesstaat Jharkhand für die Menschenrechte marginalisierter Adivasi und setzt sich vor allen für den Zugang zu Bildung und Gesundheit sowie für eine bessere Ernährung ein.
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