Rote Karte für den Frauenhandel in Indien:

Gegen Verschleppung und Zwangsverheiratung   

Die Entwicklung der letzten Jahre ist alarmierend. Die offizielle Zahl der Mädchen und Frauen, die in Indien unter falschen Versprechungen aus rückständigen Regionen in die großen Städte oder ins Ausland verschleppt werden, hat sich seit 2009 nahezu verzehnfacht!

Die Opfer entstammen zumeist Familien der indigenen Adivasi und der kastenlosen Dalits aus entlegenen Regionen. Sie sind extrem arm, haben keinerlei Bildung und keine Perspektive auf ein besseres Leben. Genau nach solchen Familien suchen die Agenten des Menschenhandels.

Mit dem Versprechen auf einen Job in einem privaten Haushalt oder auf einen gut situierten Ehemann, werden die Mädchen - manche erst 11 oder 12 Jahre alt - aus den Familien weggelockt. Das was vielen der Mädchen und Frauen angetan wird, entbehrt jeder Menschlichkeit. Schläge, Demütigungen und Vergewaltigung durch den Menschenhändler, in den Vermittlungsagenturen der Städte sowie bei den Dienstherren sind regelmäßig leidvolle Erfahrungen. Mädchen in den privaten Haushalten müssen sämtliche anfallenden Arbeiten erledigen, ohne geregelte Bezahlung und Arbeitszeiten oder irgendeine soziale Grundsicherung.  Der Kontakt zu ihren Familien wird völlig unterbunden. Auch der Weiterverkauf an Bordelle ist keine Seltenheit.  

   

Der indische Staat tut immer noch zu wenig, um diese würdelose Situation zu unterbinden. Die wachsenden Mittelschichten sind auf günstige Hausangestellte angewiesen. Prostitution ist ohnehin ein Milliardengeschäft, von dem viele profitieren. Die Korruption ist in Indien weit verbreitet. Und die Durchsetzung der Rechte von Frauen, speziell aus Adivasi- und Dalitgemeinschaften, war noch nie eine Priorität der indischen Politik.

Ein neues Gesetz gegen Menschenhandel ist zwar auf den Weg gebracht, aber ob die Umsetzung dann greift, bleibt  in Indien fraglich. So sind es seit vielen Jahren die zivilgesellschaftlichen Organisationen, die gegen diese Verbrechen eintreten.

Darunter sind mehrere  ASW-Partner, z.B. die Frauengruppe DARPAN aus Jharkhand. Sie konnte den Frauen- und Mädchenhandel in ihrer Projektregion durch jahrelange konsequente Aufklärung und dem Eingreifen  von „Anti- Trafficking Watch Groups“  vollständig unterbinden.

Zwei neue ASW-Projektpartner sind nun auch in den Bundestaaten Odisha und Telangana aktiv. Während die Gruppe AWARD sich mit dem Konzept des Aufklärens und Eingreifens gegen die Verschleppung von Adivasi- Mädchen und Frauen aus entlegenen Dörfern Odishas wehrt, hat die Gruppe SHAHEEN es mit einer neuen Art des Mädchenhandels zu tun: Sehr junge Mädchen aus muslimischen und Dalitfamilien der Slums von Hyderabad werden über Vermittler an ältere arabische Männer als Braut auf Zeit verkauft.

Zeigen wir gemeinsam den Menschenhändlern in Indien die Rote Karte!

Mit der Förderung dieser Projekte können wir einen wirklichen Unterschied für das Leben von Hunderten von Mädchen machen. Wir können ihnen die schlimmen Erfahrungen von Verschleppung und Zwangsverheiratung, Ausbeutung und Missbrauch ersparen und sie dabei unterstützen, eine würdevolle, eigenständige Zukunft aufzubauen. Dafür bitten wir Sie um Ihre Spende für die Arbeit von AWARD und SHAHEEN.

 

 

Drei ASW-Partner in Indien kämpfen wirksam gegen den Frauenhandel. DARPAN setzt "Anti-Trafficking Watch Groups“ ein, SHAHEEN arbeitet gegen den Verkauf von muslimischen Mädchen als Bräute auf Zeit, AWARD gegen die Verschleppung von Adivasi-Mädchen aus entlegenen Gebieten.

               

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und dieses Projekt