Armut in Togo bekämpfen – durch fair gehandeltes Sojabrot

„Die Landwirtschaft in Togo ist nicht nachhaltig“, sagt Tata Yawo Ametoenyenou, der Leiter der neuen ASW-Partnerorganisation OADEL und ergänzt mit einem selbstbewussten Lachen: „Das wollen wir ändern!“

Togo gehört zu den ärmsten Länder der Welt. 70 Prozent der Menschen müssen mit weniger als 2 Dollar am Tag auskommen und zwei Drittel der togoischen Bevölkerung lebt von einer Landwirtschaft, die sie nicht dauerhaft ernährt. Denn den Bauern und Bäuerinnen, die Hirse, Maniok, Mais, Erdnüsse und Soja ziehen, fehlt es aus Sicht Tata Yawo Ametoenyenous vor allem an Vermarktungsmöglichkeiten. Außerdem müssen sie mit importierten Lebensmitteln wie Weißbrot konkurrieren, die billiger angeboten werden als regionale Produkte.
OADEL setzt daher auf Sojabrot und schiebt mit seinen Aktivitäten eine komplette Wertschöpfungskette an. Die beginnt bei den Bäuerinnen. Die pflanzen ihre Sojabohnen, die in Togo schon länger zu den geläufigen Ackerfrüchten zählen, nun in größeren Mengen für den Verkauf. Erster Abnehmer ist eine Kooperative in Kara, die die Ernte zu Mehl verarbeitet. Um eine bessere Position zu haben, haben sich auch die Bäuerinnen zu einer Kooperative zusammengeschlossen. „Jede Familie hat im ersten Jahr fast 150 Euro verdient“, berichtet Amelando Alonamam von der Bäuerinnen-Kooperative in Pangouda. Der Bäuerin gefallen die regelmäßigen Treffen und der Austausch: „Wir lernen aus den Fehlern und suchen gemeinsam nach Lösungen“.

  

Vom Acker zur Mühle – Verbindliche Partnerschaft

Die Abnehmerin, die "Kooperative zur Entwicklung von Landwirtschaftsprodukten“ in Kara war mit der Qualität des Sojas aus Pangouda im letzten Jahr nicht immer zufrieden. „Es waren zu viele Steine zwischen der Frucht", sagt Frau Kadilaba, die Präsidentin der Kooperative. Doch Frau Kadilaba ist zuversichtlich. Sie stammt selbst aus dem Norden von Togo und hatte dort in den 80er Jahren ein kleines Gemeinschaftsfeld bestellt. Heute lebt sie in der Stadt Kara, etwa 200 km südlich von Pangouda, und ist sichtlich stolz auf ihre Kooperative, die sich auf die Weiterverarbeitung von Soja spezialisiert hat.

Soja wird hier zu Milch verarbeitet, zu Schnippseln, die als gegrillte Sojaspieße überall in der Stadt angeboten werden oder zu Mehl für das zunehmend beliebte Sojabrot.

 

Das wird bei Bäckereien im Süden gebacken und einer städtischen Bevölkerung angeboten, die mittlerweile für regionale und gesunde Nahrung sensibilisiert ist.

 

Ob Bäuerinnen oder Müllerinnen, der ASW-Partner OADEL bringt die Akteurinnen zusammen und sorgt dafür, dass das gemeinsame Produkt, Sojabrot, einen Markt bekommt. Faire, verbindliche Preise für die Bäuerinnen, neu geschaffene Arbeitsplätze und schließlich eine gesündere Stadtbevölkerung. Ein ambitioniertes Vorhaben, für dessen Starthilfe wir Ihre Unterstützung benötigen.

Wir bitten Sie sehr herzlich, unterstützen Sie die starken Frauen in Togo, die gemeinschaftlich an einer besseren Zukunft bauen, mit einer Spende.

 

So wirkt Ihre Spende gegen Armut in Togo:

30 Euro:   für Sojasaatgut                                       

65 Euro:   für eine Waage

150 Euro: für einen Radiospot zu Aufklärung regionaler Produkte

240 Euro: für Schulung der Bäuerinnen zum verbesserten Sojaanbau

 

 

Togo – neues ASW-Förderland

Togo ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Alphabetisierung bei Erwachsenen liegt bei 47 Prozent. Drei von vier Kindern besuchen die Schule. 23 Prozent brechen diese jedoch vorzeitig ab. Zwei Drittel der Bevölkerung lebt von der Subsistenzlandwirtschaft. Es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit. Opposition und Zivilgesellschaft gehen seit Anfang August 2017 auf die Straße und fordern die Beendigung der rund 50-jährigen Herrschaft der Familie Gnassingbé. Dabei wurde ein Junge von den Sicherheitskräften getötet. Eine aktive Zivilgesellschaft und zahlreiche neue NGOs kämpfen heute mit innovativen Ideen gegen Armut und für eine Stärkung der Menschen- und der Frauenrechte.

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