Quellen des Lebens - Menschenrechte für Indiens Adivasi

Die junge Manujh zeigt stolz die von ihr im Unterricht gemalten Plakate. Verschiedene Gemüse und Obstsorten sind darauf zu sehen. Sie erklärt, welche der Gemüse besonders wertvoll und gesund sind. Zitronen haben wichtige Vitamine, Papaya ist gut für die Augen, selbstangebautes Gemüse enthält keine Schadstoffe, so hat sie es gelernt. Manujh lebt mit ihrer Familie am Ortsrand von Ghatsilla im Bundesstaat Jharkhand. Sie gehört der besonders benachteiligten indigenen Gemeinschaft der Santal an. „Die Mangelernährung war hier gravierend, die hygienischen Bedingungen katastrophal, fast die Hälfte der Kinder hatte Lepra. Und zur Schule ging niemand“, erinnert sich Prabha Jaiswal, eine ehemalige Lehrerin und Gründerin der Hilfsorganisation ASES, an den Beginn ihres Engagements.

Mit viel Energie und Geduld baute sie den Kontakt zu den Santal auf, verhandelte mit Behörden und schaltete Gerichte ein, um ein offizielles Aufenthaltsrecht und daraus resultierende Ansprüche für die Adivasi zu erwirken. Ein schwieriger Weg, der langsam zum Erfolg führt. Mit Aufklärung über Hygiene und Gesundheitsvorsorge, durch Impfungen und Geburtsvorbereitung sowie den Bau von Trinkwasserpumpen konnte die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit eingedämmt werden. Heute gehen bereits über 90 Prozent der Kinder in die Schule. Die Frauen haben gelernt, durch vielfältigen Anbau im eigenen Küchengarten eine gesunde Ernährung sicherzustellen.

   

ASES und weitere von uns geförderte Gruppen arbeiten heute in vielen Distrikten Jharkhands mit diesem Konzept, das in Ghatsilla bereits erste Früchte trägt. „Wir fördern konsequent die Menschenrechte auf Bildung, Gesundheit und Nahrung durch das Empowerment der Ärmsten und Unterdrücktesten. Das ist die Grundlage für das Überleben der Gemeinschaften“,  beschreibt Monimoy Sinha vom ASW-Partner CWS die Aufgabe.

Je nach Situation vor Ort und den Bedürfnissen der Familien sind andere Aspekte wichtig: Mancherorts wird ökologische Landwirtschaft vorangetrieben, mal die Nutzung der Waldfrüchte gefördert. Anderswo wird für sauberes Wasser gesorgt, hier Elektrizität angeschlossen oder dort eine Vorschule aufgebaut. Doch für die Adivasi bleibt ihr Land das zentrale Thema. Das Land von dem sie aufgrund der fortschreitenden, rücksichtslosen Industrialisierung zunehmend vertrieben werden, trotz aller bestehenden Rechte. Und für das sie keinen adäquaten Ersatz bekommen. Deshalb bleibt der Kampf um Landrechte ein zentraler Aspekt in der Arbeit aller unserer Partner.

Wir bitten Sie, diese wichtige Arbeit in Jharkhand zu unterstützen.

Bereits 20 Euro reichen für die Ausstattung einer Vorschule mit Schulmaterialien.

Mit 75 Euro können fünf Familien einen Küchengarten anlegen.

Und mit 200 Euro  unterstützen Sie Aufklärungskampagnen zu Hygiene und Gesundheitsvorsorge und den Bau von Wasserpumpen und Toiletten.

Jede Spende für die Programme unserer Partner wie ASES ist eine Quelle für ein würdevolles Leben der Adivasi! Velen Dank!

Die Menschenrechte Ernährung, Bildung, Gesundheit und Landrechte stehen im Zentrum der Arbeit von ASW-Partnern im indischen Bundesstaat Jharkhand. Sie schaffen dort die Grundlagen für ein würdevolles Leben von Menschen der indigenen Adivasi.

               

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