Gärten der Frauen - Neue Ideen für ein gutes Leben

Youl Tenoumana steht auf dem kleinen Feld am Rande Ihres Heimatdorfes Bouli im Südosten Burkina Fasos. Gemeinsam mit zehn anderen Frauen ihrer Gartengruppe bereitet sie die Fläche für den Schulungsgarten vor, der Teil des neuen solidarischen Gartenprojektes des ASW-Partners APFG für die Region Gaoua ist.

„Wir haben viel altes Wissen und neue Erfahrungen zusammengetragen“, berichtet Ini Damien, die Leiterin von APFG stolz. Welche Pflanzen haben welchen Nährwert oder eine besondere Heilwirkung? Welche Gemüsesorten wachsen besonders gut unter dem Nérébaum, welche bringen Erträge in der Nebensaison? Was von Moringa- und Baobabbäumen ist nutzbar und eignet sich zur Herstellung neuer Produkte?

All dieses Wissen wird den Frauen in den Schulungsgärten vermittelt und dann an weitere Frauen in anderen Dörfern weitergegeben.  „Wichtig ist auch, dass wir den regionalen Markt analysieren. Es nützt ja nichts, wenn alle das gleiche produzieren,“ stellt Ini Damien fest. Die Frauen dabei zu unterstützen neue Wege zu gehen, ist eine der Hauptaufgaben des Projektes. Die Einbindung in die lokale Frauengruppe, Schulungen und Kleinkredite von APFG zur Existenzgründung sind dabei die wichtigsten Bausteine.

 

 

„Nachdem mein Mann gestorben ist, stand ich mit meinen fünf Kindern alleine da. Ich sollte meinen Schwager heiraten, wie es die Tradition verlangt. Das wollte ich aber nicht,“ erzählt Youl. Als sie von der Idee eines Schulgartens in Bouli hörte, war sie sofort dabei. Dank Ihrer Begeisterung für das Projekt wurde sie zur Präsidentin der Frauengruppe ernannt. In dem Konzept sah sie eine gute Chance ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen und etwas für die Entwicklung des Dorfes und damit auch für die Zukunft ihrer Kinder zu tun. 

 

 

 

 

 

Den Mut neue Wege zu gehen hat auch Ranjana Nayak aus dem Dorf Bhoisahi im indischen Bundesstaat Odisha. Die DorfbewohnerInnen, viele von ihnen Dalits, waren von Entwicklung und staatlichen Fördergeldern abgeschnitten. Bis der ASW-Partner JJS begann, den Stillstand zu bekämpfen und Frauenselbsthilfegruppen initiierte. Ranjana und andere Frauen der Gruppe legten Küchengärten und Gemeinschaftsfelder an. Sie alle sparten kleine Beträge, um damit einen Existenzgründerkredit zu beantragen. Als JJS den Vorschlag für eine Pilzzucht nach Bhoisahi brachte, war Ranjana sofort dabei. „Pilze sind als Nahrungsmittel noch nicht so weit verbreitet, für die oberen Kasten gelten sie sogar als unrein. Aber die Beraterin von JJS erklärte uns die Vorteile der Pilze als Nahrungsmittel und wusste bereits einige Abnehmer in der Region.“ Von den Erträgen des Pilzverkaufs kauft sie dann die Pilzsporen für die nächste Aussaat. Mit den Rupien die übrigbleiben, sichert sie den Schulbesuch ihrer beiden Töchter.

Diese neuen Wege mögen zunächst eher bescheiden klingen. Sie sind aber passend für die Bedingungen von Frauen wie Youl und Ranjana. Mit kleinem finanziellem Aufwand und durch die professionelle Begleitung von APFG und JJS werden aus den Küchen- und Gemeinschaftsgärten in Burkina Faso und Indien neue Ideen für ein nachhaltig besseres Leben in den Dörfern geboren. 

Wir bitten Sie herzlich darum, diesen Weg in ein besseres Leben mit Ihrer Spende zu ermöglichen.

 

 

Das kann mit Ihrer Spende erreicht werden:

25 Euro: Startpaket mit Saatgut und Setzlingen für einen neu gegründeten Garten

60 Euro: Grundausstattung eine Gartens mit Hacken, Rechen und Schubkarre

120 Euro: Schulung von Frauen in zwei Dörfern zu Pflanzenkunde, Anbaumethoden, Weiterverarbeitung und                   Existenzgründung

260 Euro: 20 Frauen werden für die Gründung einer Pilzzucht beraten und ausgestattet

1000 Euro: ein Schulungsgarten für etwa 8 Dörfer kann eingerichtet werden

Gärten der Frauen

In selbstorganisierten Gärten in Burkina Faso, Indien und anderswo entwickeln Frauen Ideen für ein nachhaltig besseres Leben. Denn die Gärten sind nicht nur Orte des Anbaus vitamin- und nährstoffreicher Gemüsesorten. Sie bieten den Frauen auch die Möglichkeit in der Gruppe zusammenzukommen und sich über konkrete Erfahrungen und bestehende Rechte auszutauschen. Gemeinschaftlich können sie neue Wege gehen.

Ich unterstütze die ASW
und dieses Projekt