Sammelwirtschaft schützt Amazoniens Wälder
Für die Babaçu-Nusssknackerinnen im kleinen Ort Bairro Novo steht ein ganz besonderer Moment bevor: die Installation einer elektrischen Ölpresse in der kleinen Produktionsanlage, die sie mit Unterstützung der ASW aufgebaut haben.Seit fast 20 Jahren setzt sich die Bewegung der Babaçu-Nussknackerinnnen (MIQCB) für die rund 400.000 Menschen ein, die in Amazonien von der Babaçu-Sammelwirtschaft leben. Ihr erster wichtiger Erfolg war die staatliche Anerkennung der kollektiven Landrechte der Sammlerinnen und der damit verbundene freie Zugang zu den Palmenhainen 1992. Diese Rechte und den Schutz der Wälder müssen die Frauen sich dennoch immer wieder in harten Auseinandersetzungen mit den örtlichen Rinderzüchtern erkämpfen.
Der Aufbau von Kooperativen, in denen die Babaçu-Sammlerinnen gemeinsam die Nüsse weiterverarbeiten und die Produkte dann verkaufen, war der nächste Schritt. In Bairro Novo am Rande des Städtchens Penalva produziert eine von 150 Frauen gegründete Kooperative bereits hochwertiges Speiseöl und Seife. Die neue elektrische Ölpresse soll diese Produktion kräftig steigern.
Dadurch wird jetzt die gezielte Vermarktung wichtig. „Wenn wir den Markt für unsere Seife und unser Speiseöl weiter ausbauen, werden wir bald sicherlich mehr zu essen auf unseren Tischen haben!“, bekräftigt die Koordinatorin Maria Adelina Souza Chagas. MIQCB möchte deshalb für die Sammlerinnen einen Startkapital-Fonds zur Preisgarantie einrichten und zusätzliche Transportmittel anschaffen.
Helfen Sie mit! Unterstützen Sie die Frauen in Bairro Novo bei der Verbesserung ihrer Lebenssituation!

