26.09.2019

Aminatou Haidar mit alternativem Nobelpreis gewürdigt

Aminatou Haidar hat gestern den alternativen Nobelpreises verliehen bekommen. Die Menschenrechtsaktivistin kämpft bereits seit über 30 Jahren für die Unabhängigkeit und die Menschenrechte der Sahrauis in den von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara.

 

Die Situation dort ist unverändert kritisch. Die sahrauische Bevölkerung wird von der marokkanischen Besatzungsmacht unterdrückt und grundlegende Menschenrechte werden missachtet. Das marokkanische Militär geht gewaltsam gegen unbewaffnete Demonstrant*innen vor. Zudem wurde jüngst bekannt, dass Frankreich die Besetzung der Westsahara mit militärischer Ausrüstung unterstützt, und das obwohl 2018 vor dem Gerichtshof der Europäischen Union festgestellt wurde, dass die EU das Selbstbestimmungsrecht der Sahraoui zu respektieren hat. Damit verstößt Frankreich einerseits gegen die Bestimmung der EU, andererseits bemängeln Menschenrechtsorganisationen auch, dass Frankreich damit nicht seinen internationalen Pflichten nachkommt, verantwortungsvollen Waffenhandel zu betreiben.

 

Wir, die ASW, unterstützen mit Projekten in den Flüchtlingslagern der Sahrauis deren Kampf um Würde und Unabhängigkeit. Wir finden daher die Auszeichnung von Aminatou Haidar besonders wichtig. Wir hoffen, dass durch die Preisverleihung  internationale Aufmerksamkeit auf die prekäre Situation der Sahraoui gelenkt werden kann und der Protest von Aminatou Haidar unterstützt wird.

Unser aktuelles Projekt in der Westsahara


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Grau das von Marokko besetzte, grün das befreite Gebiet der Westsahara. Die sahrauischen Flüchtlingslager liegen bei der algerischen Stadt Tindouf.


Die sahrauische Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar