15.02.2018

Brasiliens Quilombola-Gemeinden feiern einen historischen Sieg

Für viele unserer Partner in Brasilien war der vergangene Donnerstag ein Tag zum Feiern. Nach sechs Jahren Rechtsstreit entschied der Oberste Gerichtshof am 08.2.2018 endlich zugunsten der Aufrechterhaltung der gesetzlichen Landrechtsregelung für Quilombolagemeinschaften. 

Dieses Dekret, das 2003 verabschiedet wurde, reguliert die Demarkierung der Territorien der Quilombola-Gemeinschaften. Es war von konservativen Abgeordneten angefochten und als verfassunsgwidrig in Frage gestellt worden.

Ob in entfernten Quilombola-Gemeinden Amazoniens oder in der Landeshauptstadt Brasilia: Die Menschen waren draußen und teilten ihre Freude miteinander. Unsere Partnerin Ana Mumbuca, Teilnehmerin an unserem Projekt FAOR-Ijê Ófè, postete dazu auf facebook:

„Wir sind und waren mit unseren Vorfahren auf den Schiffen,

Wir driften in unbekanntes Territorium,

Sie nahmen unser erstes Territorium,

Sie können uns die Regeln entziehen, die unsere Existenz und den Widerstands garantieren.

Wir verteidigen….das Dekret 4997/2003"


Die Kampagne #NenhumQuilombolaaMenos, die unsere Partner Malungo, FAOR, MIQCB und FASE tatkräftig mit unterstützt haben, trug sicherlich zum Erfolg bei.

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ASW-Partnerin Ana Mumbuca von FAOR am Tag der Entscheidung in Brasilia. Im Hintergund Valeria Carneiro von der ASW-Partnerorganisation Malungu.