Bewusster Konsum oder politischer Protest?

Diskussionsveranstaltung am 06. Oktober 2021

Wie politisch ist unser Konsum? Welche Verantwortung tragen wir in der Klimakrise und welche Handlungsmöglichkeiten besitzen wir, sowohl als individuelle Verbraucher*innen als auch als auf politischer bzw. gesellschaftlicher Ebene? Und welche Chancen für Klimagerechtigkeit gibt es nach der Bundestagswahl?

Am 06. Oktober 2021 haben wir mit Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt & Energie und Autor des Buches “Schluss mit der Ökomoral” (oekom-Verlag) und Edith Gmeiner, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Fairtrade Deutschland diskutiert, welcher Weg zu einer sozial und ökologisch gerechteren Klimapolitik führt: Bewusster, nachhaltiger Konsum und Verzicht im Alltag oder politisches Engagement für mehr gesetzliche Standards und Limits?

Die Aufzeichnung der spannenden und aufschlussreichen Diskussion können Sie bis Ende November 2021 einsehen:

 


Bewusster Konsum ist ein erster Schritt, um Druck zu erzeugen und politische Rahmenbedingungen für eine sozial-ökologische Transformation zu schaffen. Handelsgerechtigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für Klimagerechtigkeit, da z.B. stabile Preise auf die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Menschen am Anfang der Lieferkette abzielen.

Doch auch wenn Siegel wie Fairtrade eine wichtige sensibilisierende Wirkung auf Unternehmen und Verbraucher*innen haben, ist der Marktanteil von fair gehandelten Produkten noch zu gering um von 'Ökoroutine' sprechen zu können.

Sowohl beim Handel, als auch in der Landwirtschaft oder im Bereich der Mobilität brauchen wir eine Politik, die die Rahmenbedingungen für Limits und Standards setzt statt die Verantwortung auf die Konsument*innen abzuwälzen. Damit die Politik aber entsprechend handelt, braucht es Druck von unten – dass das möglich ist hat auch Fridays For Future gezeigt.

Doch angesichts der Bundestagswahl 2021, weiter anhaltendem Umwelt- und Sozialdumping entlang von Lieferketten und einem von der Politik entschärften deutschen Lieferkettengesetz wird klar – es gibt noch viel zu tun.