ASW-Partner in Burkina Faso, Togo und Simbabwe gegen COVID-19

20.05.2020

Schon seit einigen Wochen sind ASW-Partnerorganisationen in Burkina Faso, Togo und Simbabwe an der Eindämmung der Coronapandemie und an der Unterstützung der lokalen Bevölkerung beteiligt. Denn in diesen Ländern wurden zum Teil drastische Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Für Menschen, deren Überleben von ihrer täglichen Arbeit abhängt, ist die Einhaltung der Regeln teilweise unmöglich. 

In westlichen Medien wird darüber diskutiert, wie widerstandsfähig afrikanische Länder gegenüber dem Virus sein werden. Das junge Durchschnittsalter der afrikanischen Bevölkerung und die Erfahrung mit hochinfektiösen Epidemien gelten dabei als Faktoren, die Hoffnung machen. Denn die Risikogruppen sind folglich verhältnismäßig klein und die Staaten haben notwendige Maßnahmen im Umgang mit Epidemien oft mehrfach erprobt.
Unterversorgte Gesundheitssysteme, hochverschuldete Staatskassen und Lebensrealitäten, die eine Einhaltung von Sicherheitsabständen und häufiges Händewaschen bei Wassermangel fast unmöglich machen,  trüben allerdings die Prognosen. Ein weiterer erschwerender Aspekt ist, dass viele Menschen von Tagesjobs leben und deswegen eine Ausgangssperre für sie eine existenziellere Bedrohung ist als eine Infektion mit Covid-19.

In dieser Situation hat die ASW Nothilfegelder für unsere Partnerorganisationen bereitgestellt: Sie nähen Schutzmasken, produzieren Seife, kaufen Desinfektionslösungen und stellen all diese Hilfsmittel lokalen Gesundheitsstationen oder den Menschen in den Dörfern oder in den städtischen Slums zur Verfügung. Darüber hinaus werden die wichtigen Schutzmaßnahmen lokal angepasst kommuniziert - mancherorts wurden auch Handwaschstationen installiert.