ASW übergibt Appell und Unterschriften ans Kanzleramt.

22.06.2020

ASW übergibt Appell zu Brasilien ans Kanzleramt

2135 Unterstützer*innen haben unseren Appell „Basta! Agrarpolitik vernichtet indigene Gemeinschaften in Brasilien!“ unterzeichnet. Am 11. Juni haben wir die Unterschriften am Kanzleramt in Berlin abgegeben.

Mit unserem Appell verbinden wir folgende Forderungen an die Bundesregierung:

  • Setzen Sie sich konsequenter gegen die brasilianische Politik der Vernichtung des Regenwaldes ein.
  • Stellen Sie sicher, dass kein Soja, Rindfleisch oder Mineralien aus gerodetem indigenen Land in Brasilien nach Deutschland importiert wird!
  • Sorgen Sie endlich dafür, dass deutsche Firmen sich nicht an dieser zukunftszerstörenden und menschenverachtenden Politik in Brasilien beteiligen!
  • Schaffen Sie Transparenz in den Lieferketten für Importe aus Brasilien! So stellen Sie sicher, dass keine Produkte auf den deutschen Markt gelangen, die ihren Ursprung auf geraubtem Land indigener Völker haben.
  • Kontrollieren Sie, aus welchen Gebieten Brasiliens Produkte nach Deutschland importiert werden!
  • Labeln Sie alle Importe aus Brasilien mit ihrer Herkunftsregion!
  • Setzen Sie sich dafür ein, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten das Handelsabkommens mit dem MERCOSUR aufgrund der hohen Risiken für Umwelt, Klima und Menschenrechte nicht ratifizieren.

 

Wir danken allen Unterzeichner*innen und hoffen natürlich, dass wir mit diesem Appell auch einen kleinen Beitrag dazu leisten können, auf die katastrophale Situation in Brasilien hinzuweisen. Unsere Partner*innen vor Ort berichten uns immer wieder von einer massiven Zunahme illegaler Abholzungen, von Einschüchterungsversuchen, Gewaltandrohungen und Ermordungen durch Handlanger der Agrarindustrie und der Regierung. Diese Situation hat sich mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie enorm verschärft.

https://www.aswnet.de/news/brasilien-asw-partnerinnen-rufen-auf-gegen-waldzerstoerung-per-gesetz

https://www.aswnet.de/news/aufmerksam-und-kaempferisch-bleiben-brasilianische-asw-partnerinnen-zum-umgang-mit-der-coronakrise