2,3 Mio Familien im ländlichen Jharkhand haben über Monate viel zu wenig zum Essen

02.11.2005

02.11.2005

Der Bundesstaat Jharkhand ist reich an natürlichen Ressourcen - aber die ländliche Bevölkerung hungert. Dem Zensus von 2001 zufolge leben 2,3 Mio. Familien auf dem Land unter der Armutsgrenze, 879 000 sind Adivasi, 391 000 Dalits. Zahlen der regierungseigenen National Sample Survey besagen, dass 10,46 Prozent aller Haushalte in Jharkhand sich saisonal nicht ausreichend ernähren können.

 

Khijri Namkun, ein Dorf mit 72 Haushalten im Ranchi District von Jharkhand: Nur eine Familie hat rund um das Jahr ausreichend zu essen. 10 Familien mit kleinen Landstücken haben sechs Monate lang genug Nahrung, die restlichen völlig landlosen Familien nur drei Monate. Nur 15 Familien haben „rationcards“ - die zum Empfang von Lebensmitteln aus dem staatlichen Lebensmittelverteilungssystem berechtigen.

Im Nachbardorf Sithiyo Pokhar ist niemand zum Empfang von Nahrungsmitteln berechtigt.

 

In dieser Region beginnt die Hungersaison auf dem Land meist Mitte des Sommers und dauert bis Ende Oktober. Dann beginnt die Ernte, aber Ende des Winters werden die Vorräte schon wieder knapp.

In diesen Zeiten können die Menschen nur mit Wurzeln und Blättern aus den Wäldern überleben. Hunger und starke Mangelerscheinungen, besonders bei Kindern und Alten sind die Regel. Die Menschen müssen zusehen, wie ihre Säuglinge sterben.

Die ASW unterstützt in den verbliebenen Wäldern Jharkhands u.a. die Adivasiprojekte JUDAV und PRAVAH.

 

Quelle: www.infochangeindia.org/features299.jsp