Amazonien: Aktivistinnen der Munduruku werden angegriffen und bedroht

29.03.2021

Alessandra Korap Munduruku, ASW-Partnerin und taz Panter Preis Gewinnerin 2020, und ihre Mitstreiter*innen werden wegen ihres Engagements für den Amazonasregenwald und gegen illegale Bergbauprojekte, wie z.B. Goldabbau, bedroht.

Alessandra Munduruku

Alessandra Munduruku, Kämpferin für die Rechte von Indigenen und gegen illegalen Goldabbau

Alessandra kämpft seit sie denken kann für „ihren“ Regenwald und die Rechte der indigenen Gemeinschaften in Brasilien. Beide Anliegen gehören unmittelbar zusammen. Denn ohne den Regenwald und ein gesundes Ökosystem im Amazonasgebiet gibt es auch kein Leben – nirgendwo auf der Welt.

Waldschutz durch indigene Frauen

Weil die brasilianischen Behörden ihren Pflichten nicht nachkommen, haben Alessandra und andere „indigene Kriegerinnen des Waldes“ den Schutz ihrer Territorien selbst in die Hand genommen: Sie organisieren die Demarkation (Kennzeichnung) ihrer Gebiete selbst. Mit Patrouillen versuchen sie, ihr Gebiet unter Kontrolle zu behalten und vor illegalen (Brand)rodungen und Landaneignungen zu schützen. Das machen sie schon seit vielen Jahren.

Alessandra Munduruku hat gefährliche Gegner

Doch Alessandra ist akut bedroht, wegen ihrer Rolle als Anführerin der Indigenen im Widerstand gegen die zahllosen Angriffe auf das Gebiet ihres Volkes. Die mächtigen und gefährlichen Gegner sind Goldgräber, Holzdiebe und Agrarbarone, die sich durch die Rhetorik des rechtextremen Präsidenten Bolsonaro ermutigt fühlen, sich das Land der Indigenen auch mit Gewalt zu nehmen. Alessandra  bekommt Morddrohungen, wird verfolgt und offensichtlich beobachtet.

Doch Sie schreibt uns: „Wir lassen uns nicht einschüchtern, trotz der Morddrohungen. Es geht um unsere Land. Ich habe mehr Angst, das zu verlieren, als zu sterben. Wir kämpfen für das Überleben der indigenen Völker und eine bessere Zukunft für die kommende Generation.“

Am 25.03.2021 wurde übrigens ein Zentrum der Munduruku-Frauen Südwesten des amazonischen Bundesstaates Pará angegriffen. Die Täter, selbst Munduruku, sind im illegalen Goldbergbau tätig. 

Protestnote zum Angriff auf das Zentrum der Organisation Wakoborun der Munduruku-Frauen in Jacareacanga

Unterstützen Sie Alessandra in ihrem Kampf für das Land der Indigenen mit einer solidarischen Spende. Schon mit 25 Euro können sich drei Frauen auf ihrer Waldpatrouille einen Tag lang verpflegen. Mit 100 Euro sichern Sie die digitale Infrastruktur zur Vernetzung für zwei Monate. Jede Spende hilft, ihre Situation konkret zu verbessern und  ist ein wichtiges Zeichen gelebter Solidarität.

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