ASW-Arbeit erreicht Bio-KonsumentInnen

30.01.2006

„Schrot&Korn“ zitiert ASW-unterstütztes ‚Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft’

30.01.2006

In ihrer Dezemberausgabe berichtet die Bioladenzeitschrift über die Ergebnisse einer vergleichenden Untersuchung von Gentech- und Öko-Baumwolle, die das ‚Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft’ in Hyderabad bei Baumwoll-Erzeugern Andhra Pradeshs durchgeführt hat. Dieser Untersuchung zufolge wird Öko-Baumwolle weniger von Schädlingen befallen als die eigens auf Schädlingsabwehr hin gezüchtete sogenannte BT-Baumwolle, die das Gift des Bacillus Thueringiensis produziert.

 

Das Zentrum für nachhaltige Landwirtschaft ist ein Ableger des von der ASW seit den 70er Jahren aufgebauten und seither finanziell unterstützten Centre for World Solidarity (CWS) in Hyderabad. Es stellt Forschungen an, berät kleine NGOs und zeigt Kleinbauern und ganzen Dörfern, wie sie von für Mensch und Umwelt schädlichen Anbaumethoden wegkommen können.

 

Ziel der Umstellung auf eine nachhaltige und pestizidfreie Landwirtschaft ist nicht nur die Schonung der Umwelt, sondern auch die Existenzsicherung der Bauern. Denn ‚Ökolandbau’ mit Einsatz von Neemöl für den Pflanzenschutz und Verwendung eigenen Saatgutes ist für die Bauern deutlich billiger als konventioneller Anbau, der sie zum jährlichen Kauf von Saatgut, chemischen Düngemitteln und Pestiziden zwingt und sie meist in die Verschuldung treibt. Viele Bauern in Andhra Pradesh haben in den vergangenen Jahren aufgrund einer hoffnungslos hohen Verschuldung Selbstmord begangen.