Simbabwes Regierung zerstört Wohnungen

05.07.2005

05.07.2005

Mit einer groß angelegten Zerstörungsaktion von Wohnraum vertreibt die Regierung Hunderttausende von Menschen aus ihren Wellblechsiedlungen am Rand der großen Städte. "Müllentleerung" nennt Mugabe zynisch diese Aktion, die vor allem die arme schwarze Bevölkerung trifft, die bei den letzten Wahlen für die Oppositionspartei gestimmt hatte.

 

Etwa 300000 Menschen wurden von heute auf morgen obdachlos und müssen trotz der niedrigen Temperaturen um null Grad die Nächte im Freien verbringen. 100 000 Kindern und Jugendlichen fehlt auch der Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung; viele müssen den Schulbesuch abbrechen. Über 20.000 Menschen wurden verhaftet, weil sie ihre Marktstände angeblich illegal betrieben. Diese Menschen können ihre Familie jetzt nicht mehr versorgen.

 

Die afrikanische Union lehnte es zuerst ab, Druck auf die simbabwische Regierung auszuüben. Als sie kürzlich doch einen Vertreter nach Simbabwe schickte, wurde dieser von Robert Mugabe und seinen Leuten aus dem Land vertrieben.