Armutsbekämpfung durch Freihandel? Neuer Themenschwerpunkt der Zeitschrift "Solidarische Welt"

11.04.2005

11.04.2005

Armutsbekämpfung wird schon seit längerem als oberstes Ziel von Entwicklungspolitik definiert. Mit den so genannten Millenium Development Goals (MDG) haben die Mitgliedsstaaten der UNO auf einer Vollversammlung im Jahr 2000 die Armutsbekämpfung als wichtigstes Ziel gesetzt.

 

Um diese Ziele zu erreichen, wird unter anderem die weitere Liberalisierung des Weltmarkts, die zur Dynamisierung der Volkswirtschaften und zu wachsendem Wohlstand führen werde, vorgeschlagen.

Die ASW - Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt untersucht im neuen Schwerpunkt ihrer Zeitschrift, ob der Freihandel, wie er derzeit in der WTO und in anderen Gremien verhandelt wird, tatsächlich denen nützen kann, die von Armut und Hunger betroffen sind. Weil besonders viele der weltweit Armen von der Landwirtschaft leben, liegt das Augenmerk dabei auf dem Handel mit agrarischen Produkten und den absehbaren Folgen einer Liberalisierung für die kleinbäuerliche Landwirtschaft.

 

Im zweiten Teil des Schwerpunkts werden Initiativen von Menschen im Süden vorgestellt, die auf ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte pochen und eine Politik fordern, die diese Rechte achtet. Auf lokaler Ebene und in übergreifenden Netzwerken erkämpfen sich diese Gruppen den Zugang zu den Ressourcen, die sie fürs Leben benötigen.

 

Das Heft kann ab Ende März 2005 bei uns bestellt werden: mail(at)ASWnet.de