ASW-Partnerorganisationen bringen Flutwellen-Hilfsgelder dorthin, wo sie gebraucht werden

14.01.2005

14.01.2005

Die ASW verfügt in Indien über ein ganzes Netzwerk von kleineren Partnerorganisationen, die bereits seit längerem auch in abgelegenen Regionen und Dörfern erfolgreich arbeiten. Die Hilfemaßnahmen können so bei allen aktuellen Schwierigkeiten durch bereits eingespielte Gruppen und Dorfgemeinschaften geleistet werden.

 

Die mit der „Hilfe zur Selbsthilfe“ erfahrenen Gruppen sind in der Lage, selbst mit sehr geringen Geldsummen sich auch in dieser Situation gegenseitig zu unterstützen und besonders Bedürftige zu identifizieren und zu versorgen. Daher geben wir Geld auch nur an Gruppen, mit deren Arbeit wir bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Sie sind in der Lage für eine "gerechte" Verteilung zu sorgen und achten darauf, dass Frauen nicht benachteiligt werden. Sie haben schon früher Basisgesundheitsstationen eingerichtet, und schaffen es so, Ärzte auch in abgelegene Gebiete zu holen.

 

Viele Beispiele aus vergangenen Jahren zeigen, dass Katastrophenhilfe - egal ob Geld oder Sachspenden - häufig nicht bei den am meisten Bedürftigen ankommt. Städte und größere Dörfer werden meistens erreicht, aber es gibt zahlreiche Menschen (in Indien leben 75% der eine Milliarde Bevölkerung auf dem Land) die nur zu Fuß zu erreichen sind. Zusätzlich führen Korruption, Kastendenken und Feindschaften zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften dazu, dass die besonders Armen auch bei den Hilfen besonders benachteiligt werden. Auch die Stammesbevölkerungen (ca. 80 Mio. Menschen), wie auch die Fischerfamilien werden vielfach als rückständig und hilfeunwürdig angesehen. Durch die bisherige Arbeit der indischen Partnergruppen werden auch diese besonders betroffenen Menschen mit Hilfeleistungen versorgt.

 

Die ASW hat bereits einen Tag nach der Flutwelle den ihr angegliederten Selbsthilfegruppen in Indien Gelder für Hilfeleistungen zugesagt. Im Augenblick stellen die indischen Partnergruppen den Menschen folgende überlebenswichtige Hilfeleistungen bereit:

  • SPEAK INDIA - Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, Plastikplanen, Laken, Kleinstutensilien und medizinischer Notversorgung in 22 Dörfern im Nellore District, Andhra Pradesh
  • SVAS - Verteilung von Reis an 970 Familien in vier Dörfern (@ 20 kgs per family) im East Godavari District, Andhra Pradesh
  • LAW TRUST - Die Region Nagapattinam in Tamil Nadu ist besonders stark betroffen. Die Gruppen leisten Soforthilfe und Koordination verschiedener notwendiger Hilfeleistungen (Wasser, Nahrung, Bekledung, medizinische Notversorgung). Tamil Nadu
  • GUIDE - Lieferung und Verteilung von Nahrungsmitteln und Zelten in 21 Fischerdörfer im Kancheepuram District, Tamil Nadu
  • Kudumbam/Liesa Network - Die Gruppe koordiniert und betreut Hilfemaßnahmen und Rehabilitationsprogramme von Regierung und anderer Hilfswerke in verschiedenen stark betroffenen Küstenbereichen. Tamil Nadu
  • Hope: Die Gruppe arbeitet in 10 Dörfer im Bundesstaat Pondicherry. Sie leistet Soforthilfe für vier betroffene Dörfer, Pondicherry
  • ISM - Verteilung von Hilfelieferungen (lebensnotwendige Kleinutensilien, Medikamente, Not-Kleidung, Wasser, Töpfe, Bettücher an 300 Familien in Küstendörfern in Tamil Nadu