Im Schatten von Rita : Zyklon in Südindien ruiniert tausende von Kleinbauern

23.09.2005

23.09.2005

Im Südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh, in dem die meisten Indienprojekte der ASW liegen, hat zwischen dem 20. und 22. September ein Zyklon mit sintflutartigen Regenfällen ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Flüsse sind über ihre Ufer getreten, Städte und Dörfer mussten evakuiert werden. Bis zum 26. 09. wurden von den Behörden 87 Tote gezählt. Aber die langfristigen Auswirkungen auf die arme ländliche Bevölkerung werden verheerend sein. Denn auf rund 120 000 Hektar Ackerfläche wurde die ganze Ernte der Saison einfach unter den Wassermassen begraben.

 

Besonders katastrophal ist die Lage in der Küstenregion des East Godavari Distriktes, wo unsere Partnerorganisation SVAS seit neun Monaten Tsunami-Wiederaufbauarbeit leistet. Der Godavari und seine Nebenflüsse haben hier schlimmste Verwüstungen angerichtet. In den Fluten des Godavari verschwanden rund 2000 Rinder. Auch nach dem Nachlassen der Regenfälle waren hunderte von Dörfern von der Außenwelt abgeschnitten.

 

Unsere Partnerorganisation Centre for World Solidarity (CWS) in Hyderabad hat uns um Unterstützung für wichtige Sofort- und Rehabilitierungsmaßnahmen gebeten. Das CWS koordiniert derzeit zusammen mit dem Desaster Preparedness Network in Andhra Pradesh die Hilfe für jene Dorfbewohner, die von den Programmen der Regierung nicht erreicht und deren Existenzen vernichtet wurden.