Recht auf Stadt für Marginalisierte

FAMCOS steht marginalisierten Stadtbewohner*innen in Santarém zur Seite, unterstützt sie bei der Organisierung von Widerstand und befähigt sie, mit eigenen Vorschlägen an der Entwicklung ihrer Stadt mitzuwirken.

 

Bereits 1989 gründete sich FAMCOS als Dachverband zivilgesellschaftlicher Organisationen mit stadtplanerischen Interessen für die Verbesserung der Lebensqualität der Stadtbevölkerung Santaréms. Mit dem Projekt „Tecendo a Resistência Urbana“ (dt. „den städtischen Widerstand weben“) hat FAMCOS es sich zur Aufgabe gemacht, die marginalisierten BewohnerInnen Santaréms dabei zu unterstützen, sich zu organisieren und sich sodann gegen die genannten Bau- und Großprojekte zu wehren. In Workshops erfahren die Menschen von ihrem Recht auf Stadt, in Foto- und Filmkursen erlernen sie, wie sie öffentlichkeitswirksames Material erstellen und über die Bedrohung durch den Bau der Sojaverladehäfen aufklären können. Sie werden in ihren Bürgerrechten gestärkt, lernen, sich in politische Entscheidungsprozesse einzubringen und werden auch in Fragen zu Gewaltprävention und Gender geschult. Durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit anderen Gruppen lernen sie, immer eigenständiger aufzutreten. Letztlich sollen sie sich mit eigenen Vorschlägen an der Entwicklung der Stadt beteiligen.

Zudem steht FAMCOS vor PolitikerInnen und städtischen Behörden für die Interessen der marginalisierten Stadtbevölkerung ein und kämpft dafür, dass die Meinung der Zivilgesellschaft in den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen der Stadt berücksichtigt wird.