Kinder erstreiten eine bessere Bildung

PAP baut in entlegenen Dörfern in Odisha ein System auf, in dem Kinder und Eltern Funktionen in der Schule übernehmen und auch über die Dorfgremien an Schulentwicklungsplänen mitarbeiten. Dabei überzeugt PAP Familien und Gemeinden vom Wert der Bildung.

Die staatliche Schullandschaft in den ländlichen Regionen Indiens ist eine schwierige Umgebung für Schulkinder: LehrerInnen werden schlecht bezahlt und kommen oft gar nicht erst zum Unterricht. Das Lehrmaterial fehlt häufig oder ist veraltet und die Schulgebäude sind allzu oft verdreckt.

Die Kinder von PAP helfen sich kurzerhand selbst: „Täglich fegen wir und einmal in der Woche machen wir hier gründlich sauber. Gemeinsam mit dem Elternkomitee halten wir die Räume in Schuss“, erzählt die Schülerin Milli. Ihr Mitschüler Sanjit ergänzt: „Mit Hilfe von PAP haben wir es geschafft, dass jetzt in jedem Dorfgremium ein Kind und eine Elternperson unsere Kinderinteressen einbringen dürfen.“

Wie können SchülerInnen Hand in Hand mit den Eltern Aufgaben in ihrer Schule übernehmen und zu einer Verbesserung der Bildung beitragen? Das war für PAP-Mitarbeiter Hiralal Mishra die Ausgangsfrage, als er mit der Erarbeitung des an SchülerInnen und Eltern gerichteten Programms begann.

Heute ist PAP eine Erfolgsgeschichte: Das Projekt erreicht rund 5000 Kinder an den Schulen der Region, an denen dank PAP ein großer Teil des Unterrichts sogar im lokalen Dialekt stattfindet. So brechen weniger Kinder, die die Amtssprache nicht beherrschen, die Schule ab.

Und eines der größten Anliegen der Kinder gehen sie ebenfalls selber an: Wenn MitschülerInnen die Schule doch vorzeitig abbrechen, statten die PAP-Kinder den Eltern der Schulabbrecher kurzerhand einen Besuch ab. Dabei wollen sie die Eltern vom Wert der Schulbildung für Töchter und Söhne zu überzeugen.