Burkina Faso - APFG

Gärten für ein gutes Leben

Burkina Faso liegt in der trockenen Sahelzone und die Menschen betreiben hier Landwirtschaft unter erschwerten Bedingungen. Das gilt besonders für die Frauen, die die meisten der harten Arbeiten auf den von Erosion und Klimawandel geschädigten Feldern verrichten. Dazu sind sie auch noch zuständig fürs Wasserholen, den Haushalt und die Betreuung der Kinder.

Als Ini Damien die Organisation APFG in der Region Gaoua in Burkina Faso ins Leben rief, war es ihr Ziel, die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen im ländlichen Bereich entscheidend zu verbessern. Trotz ihrer Versorgungsleistungen für die Familien hatten sie weder Zugang zu Land und Bildung, noch Mitspracherechte in den Dörfern. Hier war solidarisches Handeln dringend erforderlich.

Also startete die Frauenorganisation in der südöstlichen Region um Gaoua Projekte zur Bekämpfung der Genitalverstümmelung, zur Berufsausbildung von Mädchen und zur Vergabe von solidarischen Mikrokrediten für Existenzgründungen von Frauen. Dabei wurden die wirtschaftlichen Aktivitäten der Frauen wie Herstellung von Kariteseife oder Dolo-Bier von APFG begleitet und es wurden Produktionsgenossenschaften und Verkaufsstellen initiiert.
Danach wurde nach neuen Möglichkeiten gesucht, um die Lage der Frauen zu verbessern. 
„Wir haben uns umfangreiche Kenntnisse über den Nährwert und die gesundheitlichen Wirkungen von Pflanzen und über deren optimalen Anbau angeeignet“, sagt Ini Damien. „Danach starteten wir die ersten Gartenprojekte.“

Dazu wurden zunächst Schulungsgärten angelegt. Die Flächen dafür wurden nach langer Überzeugungsarbeit von den Dorfchefs zur Verfügung gestellt. 40 Frauen aus verschiedenen Dörfern nehmen an den ersten Schulungen teil. Sie lernen Anbau- und Erntetechniken sowie die Besonderheiten von Pflanzen mit kurzen Anbauphasen, wie bestimmte Bohnen und Okra kennen. Die richtige Abstimmung der Pflanzen aufeinander spielt eine entscheidende Rolle. In den Schulungsgärten werden auch Moringa- und Baobabbäume gesetzt. Diese werden später auf Gemeindeland ausgepflanzt, damit das ganze Dorf davon profitiert.

Die Frauen aus der ersten Schulungsrunde werden nun zu MultiplikatorInnen. Gemeinsam mit einer Beraterin von APFG führen sie Aufklärungsgespräche mit Frauen aus ihrem Dorf durch. Durch diese Gespräche wird das Wissen zu Anbautechniken und zur Herstellung neuer Produkte erweitert und die Frauen werden motiviert, ein eigenes Gartenprojekt zu initiieren.

Für die Gründung eigener Gärten erhalten die Frauen Saatgut und Gartenwerkzeuge sowie die fachliche Unterstützung der Multiplikatorinnen. So verbreitet sich die Idee und es entstehen immer mehr Gemüsegärten, die das Leben der Menschen und besonders der Frauen durch gesunde Nahrung und zusätzliches Einkommen verbessern.

Bitte unterstützen Sie das Gartenprojekt von APFG.


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Die Frauenorganisation APFG (Association pour la Promotion Feminine de Gaoua) im Südwesten Burkina Fasos stärkt Frauen im umfassenden Sinn. Mit Gartenbauprojekten bietet sie Kleinbäuerinnen eine neue Möglichkeit, für sich Einkommen zu erwirtschaften und gleichzeitig ihre Familien gut und gesund zu ernähren.
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