Burkina Faso - APFG

Bildung schafft Zukunft für junge Frauen

Unsere Partnerorganisation APFG in Burkina Faso hat sich das Ziel gesetzt, Mädchen und Frauen zu stärken und dabei zu unterstützen, gleichberechtige Bürgerinnen Burkina Fasos zu sein. Denn noch immer sind nur 20 Prozent der Frauen Burkina Fasos alphabetisiert und nur sehr wenige finden eine Beschäftigung im formellen Sektor.

 

In dem Berufsbildungszentrum für junge Frauen und Mädchen „Camille Kabou“, das im Oktober 2012 von der APFG gegründet wurde, werden jedes Jahr 40 Bewerberinnen aufgenommen und beginnen eine Ausbildung. Die jungen Frauen und Mädchen wählen das Fach, in dem sie ausgebildet werden möchten. Zur Auswahl stehen: Schneiderei, Friseurin, Tuchweberei und Informatik. Die Ausbildungen sind unterschiedlich lang, so dauert etwa die Ausbildung zur Schneiderin drei Jahre, die Ausbildung zur Friseurin sowie zur Tuchweberin zwei Jahre. Die Ausbildung zur Informatikerin dauert ein Jahr. Entsprechend ihrer Fachauswahl bilden sie Klassen. Lehrer der jeweiligen Fächer unterrichten die Schülerinnen. Die Ausbildungen sind staatlich anerkannt. Die Abschlussprüfung wird vom Ministerium für Berufsbildung und berufliche Integration durchgeführt. Die Berufsschülerinnen erhalten am Ende ihrer jeweiligen Ausbildungen ein staatliches Zertifikat.

Da jedoch die Abschlussprüfung des Ministeriums schriftlich und auf Französisch durchgeführt wird, können nur die Schülerinnen teilnehmen, die gut genug auf Französisch lesen und schreiben können. Die anderen erhalten nicht das staatliche Zertifikat, jedoch ansonsten genau die gleiche Ausbildung und Begleitung durch die APFG, wie die Schülerinnen, die die Prüfung des Ministeriums absolvieren.

 

Neben der Fachausbildung lernen alle Berufsschülerinnen Grundkenntnisse der Finanzbuchhaltung und Betriebswirtschaft für ihr künftiges Geschäft, was sind Einnahmen, laufende Kosten, Gewinn etc. Hier lernen die Schülerinnen auch, offen zu sein für kleine zusätzliche Einkünfte oder Zusammenschlüsse, wie z.B. der Verkauf von Tüchern der Tuchweberinnen in den Friseursalons, oder auch andere Artikel. In der Berufsschule pflegen sie auch Gärten, in denen sie den Anbau bestimmter Sorten kennen lernen, die besonders nährstoffhaltig sind oder zu bestimmten Zeiten auf dem Markt gute Preise erzielen.

 

Des Weiteren ist ein Tag in der Woche reserviert für die Themen der sozialen und kulturellen Weiterbildung. Am Ende ihrer Ausbildung erhalten die Absolventinnen eine Basisausstattung, um sich in Ihrem erlernten Beruf selbstständig zu machen: die Schneiderinnen bekommen eine Nähmaschine, die Tuchweberinnen einen Webstuhl und die Friseurinnen einen Friseurtisch. Nur die Informatikerinnen erhalten keine Basisausstattung, sondern werden stattdessen dabei unterstützt Berufspraktika und Anstellungen zu finden.

 

Da die jungen Frauen im Laufe des Aufbaus ihres Geschäfts noch weitere Anschaffungen machen müssen, bekommen alle Berufsschülerinnen außerdem einen Vorbereitungskurs, der sie qualifiziert bei dem Kreditinstitut der APFG „Bodane“ einen Kredit aufzunehmen.

Nach Abschluss ihrer Berufsausbildung und im Laufe ihres Eintritts in die Selbstständigkeit werden die jungen Frauen und Mädchen von den Mitarbeiterinnen der APFG begleitet.


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Die Frauenorganisation APFG (Association pour la Promotion Feminine de Gaoua) im Südwesten Burkina Fasos stärkt Frauen im umfassenden Sinn. Ein Ausbildungszentrum bietet jungen Frauen eine Berufsausbildung und damit eine Lebensperspektive.
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