Burkina Faso - ODJ

Gerechtigkeit und Teilhabe am Reichtum

Der arme Sahelstaat Burkina Faso ist reich an Rohstoffen. Bereits 40 Prozent der Landesfläche sind von internationalen Bergbaufirmen mit Abbau- und Erkundungslizenzen belegt. Besonders der Goldabbau spielt eine wichtige Rolle.

Doch der Reichtum der Goldminen kommt nicht bei der Bevölkerung an. Im Gegenteil. Die Erschließung der Minengebiete ist von Vertreibungen und mangelhaften Entschädigungen gekennzeichnet. Außerdem hinterlässt der Goldabbau vergiftete Böden, die landwirtschaftlich nicht mehr nutzbar sind. Viele Menschen verlieren so ihre Lebensgrundlage.

Traditionell waren viele heutige industrielle Minen handwerkliche Schürfgebiete der AnwohnerInnen, die so einen Nebenverdienst hatten. Diese Möglichkeit ist nun häufig abgeschnitten. Versprochene Arbeitsplätze in den Minen werden an gut ausgebildete Arbeiter aus den Städten vergeben- die jungen Menschen auf dem Land gehen auch hier leer aus. Die Ungerechtigkeit im Goldabbau ist himmelschreiend, zu offensichtlich findet die Ausbeutung der Ressourcen des Landes auf dem Rücken der einfachen Menschen statt.

 

An dieser Ungerechtigkeit setzt der ASW-Partnerorganisation ODJ an. Sie organisiert und vernetzt die Betroffenen, damit diese eigenständig ihre Rechte und ihren Anteil an den Erlösen aus dem Bergbau einfordern können.

Bis 2020 will ODJ pro Jahr 8 Bildungskonferenzen in den verschiedenen Regionen Burkina Fasos organisieren. Über Aufklärung und Bildung sollen die vom Bergbau betroffenen Menschen zu mehr Partizipation ermutigt werden. Ziel ist, dass sie sich aktiv dafür einsetzen, dass Menschenrechte und Umweltschutz künftig bei allen Abbauprojekten eine Rolle spielen. Die Konferenzen stärken außerdem die Vernetzung zwischen den vom industriellen Goldabbau betroffenen Dörfer der 13 Regionen. 


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Die „Organisation Démocratique de la Jeunesse du Burkina Faso“, ODJ, stärkt die Partizipation breiter Bevölkerungsschichten an der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Burkina Fasos. ODJ arbeitet vor allem mit vom Bergbau betroffenen Gemeinden, klärt die Menschen über ihre Rechte auf und stärkt die Selbsthilfeorganisation wie die Vernetzung der Betroffenen.
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