Tamil Nadu - CENTREREDA

Landwirtschaft ohne Pestizide

Das „Centre For Rural Education Research & Development Association”, CENTREREDA, unterstützt Kleinbäuerinnen bei der Bodenverbesserung durch Wurmkompost (Vermiculture) und bei diversifizierten Anbausystemen. Abhängig von Jahreszyklus und Bodenbeschaffenheit werden Hirse, Hülsenfrüchte und verschiedene Gemüsesorten gezogen. Bei Gemüse ist immer ein vermarktbarer Überschuss da.

 

Da die Frauen von CENTREREDA nicht auf einen Bewusstseinswandel bei den ländlichen Käuferinnen warten wollen, planen sie jetzt, andere Möglichkeiten der Vermarktung zu schaffen. Gedacht ist an einen Green Market in einer nahe gelegenen Kleinstadt.

 

Abgesehen von der Vermarktungsfrage sind schon viele Dinge gut gelöst, so der Eindruck unseres Indienreferenten. Die Pflanzen stehen auf satt-dunkler Erde und die kleinteiligen Felder sind durch eine Randbepflanzung mit Bäumen vor Austrocknung und gegen Wind geschützt.

 

Eine eindeutig höhere Ernährungssicherheit erreichen die beteiligten Bäuerinnen dadurch, dass sie vermehrt nahrhafte Hirse und Hülsenfrüchte für den Eigenbedarf anbauen. Künftig soll das noch mehr werden, so dass Nahrungsengpässe bald ein Fremdwort sein könnten.

 

In dem vergangenen Projektjahr lag der Fokus auf der Implementierung des Anbaus von minor millets durch ökologische Landwirtschaft. Zu diesem Zwecke wurden weitere (geplant 100) real 87 Hektar Brachland mit ökologischen Methoden erfolgreich bewirtschaftet. Davon konnten 300 Dalit-Frauen und 150 weitere benachteiligte Frauen profitieren. Um Wasserressourcen und den Boden zu erhalten, wurden auf 100 Hektar Fläche Dämme errichtet und Bäume gepflanzt. Die davon profitierenden Bauern*innen produzierten 11.900 kg Hirse im Wert von Rs. 590.000. Es wurde so eine zusätzliche Nahrungsmittelversorgug von 3-4 Monaten ereicht. Es werden verstärkt biologische Gemüse angebaut und verzehrt. Auch Viehfutter steht für zusätzliche 3 Monate zur Verfügung. Im Korn- und Samenkommitee treffen auf Dorfebene die Beteiligten Entscheidungen über die Sorten.

 

Auch im aktuellen Projektjahr 2018 soll die Arbeit auf zusätzliche Flächen und Bäuer*innen ausgeweitet werden. Weiterhin soll die ökologische, nachhaltige Landwirtschaft etabliert werden, vor allem durch den Anbau verschiedener Hirsesorten und Hülsenfrüchte, da diese vergleichsweise wenig Wasser benötigen. Die Bäuer*innen sollen durch Trainings und Broschüren zu diesen Themen sensibilisiert und ausgebildet werden. Dadurch sollen mindestens weitere 100 acre Land auf diese Weise kultiviert werden. 50 Familien sollen ihre Küchengärten intensiver bearbeiten und nutzen. Dafür sollen 15 Wurmkomposter etabliert werden, woraus der benötigte Kompost gewonen werden soll. Ein "Green shop" soll etabliert und unterhalten werden. Für einen Austausch mit anderen organsichen Produzenten und der Ausweitung von Vermarktungsmöglichkeiten planen 50 Bäuer*innen und 10 NGO-Mitglieder eine Besuchsreise  in Ncahbardistricte. Weiterhin sollen zusätzliche 10 Saatgutbanken errichtet werden, sowie Selbsthilfegruppen, die diese organisieren und die Verteilung in der Bevölkerung übernehmen.


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CENTREREDA unterstützt Frauen und Kastenlose dabei, umweltverträgliche Ernährungsformen in Dörfern im Bundesstaat Tamil Nadu zu verbreiten. Dazu werden in Trainings Frauen nachhaltige Kompostiertechniken beigebracht. Außerdem erhalten sie zusätzliche Einkommensquellen durch Zugang zu Mikrokrediten.
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