Aufforstung im Senegal: Neuer Mut in den Dörfern

Die Dörfer der Region Kaolack sind seit Kolonialzeiten Teil des senegalesischen Erdnussbeckens. Hier wurde jahrzehntelang nichts anderes angebaut. Die Monokultur und der übermäßige Einsatz von chemischem Dünger haben die Böden nahezu zerstört. In den letzten Jahren hat es immer weniger geregnet und so ist auch die Wasserversorgung inzwischen ein riesiges Problem.

Bei den Bewohner*innen hat sich eine sehr große Resignation breitgemacht. Die Fixierung auf die Erdnuss hat dazu geführt, dass viele Monate im Jahr keine Arbeit vorhanden ist - nach der Ernte bis hin zur nächsten Aussaat. Durch den Verfall der Erdnusspreise und den Rückgang der Ernten reichen die Erträge nicht mehr für die Ernährung der Familien. In den Dörfern leben fast nur noch die älteren Menschen, die Jüngeren sind bereits in Richtung der Städte aufgebrochen.

Unser Partner ist Teil eines größeren westafrikanischen Netzwerkes, das zur Aufforstung mit Leguminosenbäumen arbeitet. Sie können bereits auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen. Auch in der Region Mbour im Senegal, wo die Organisation ihren senegalesischen Hauptsitz hat, läuft ein solches Projekt bereits sehr erfolgreich.

In sechs Dörfern Kaolacks wurden für den Projektstart bereits 35 Kleinbauernfamilien ausgewählt. Mit dem Aufbau einer Baumschule wird gerade begonnen. Diese ist der zentrale Ort für Weiterbildung und Austausch. Und natürlich für die Anzucht der Leguminosenbäume, von Obstgehölzen und zur Bereitstellung von Saatgut für die Gemüse- und Kräuterbeete.

Bestechend ist der Ansatz, die zerstörten Böden durch die Kombination von Aufforstung und ökologischen Anbaumethoden wieder fruchtbar und ganzjährig nutzbar zu machen. Das schafft Arbeit und Einkommen über das ganze Jahr verteilt. Die Resignation und Eintönigkeit durch die Erdnussmonokulturen wird so aufgebrochen.

Besonders für die Frauen beginnt sich vieles positiv zu verändern. In den neu gegründeten Frauengruppen lernen sie sehr viel und erkennen ihre wichtige Rolle für die Zukunft der Dörfer. Im Rahmen des Projektes wird von der Gemeinde Land direkt an die Frauen vergeben. Viele von ihnen erhalten somit erstmalig Zugang zu eigenem Land.

Mit dem neuen ASW-Projekt werden kleine grüne Inseln in der trockenen Region Kaolack entstehen, die sich dann in den kommenden Jahren immer weiter ausdehnen sollen. Gespräche unseres Länderreferenten mit den teilnehmenden Familien haben gezeigt, wieviel Mut und Zukunftshoffnung sie mit diesem Ansatz verbinden. Sie werden das Projekt voller Energie und Lebensfreude beginnen.

Wir bitten Sie sehr herzlich, diesen neuen Weg für die Menschen in den Dörfern der Region Kaolack mit Ihrer Spende zu unterstützen!

 

Jede Spende hilft den Menschen vor Ort bei der Schaffung einer nachhaltigen Perspektive:
Ob 35 Euro für Baumsetzlinge,
120 Euro für die Anschaffung eines Wasserbassins oder
300 Euro für die fachliche Begleitung der Kleinbäuer*innen bei dem Aufbau der Agroforstgrundstücke. Vielen Dank!

NEUES ASW-PROJEKT:
Unsere Projektpartner*innen schaffen im Senegal mit Aufforstungen und Mischkulturen neue Perspektiven. Leguminosenbäume regenerieren die durch Erdnussmonokulturen geschädigten Böden - die Menschen in der Projektregion Kaolack fassen wieder Mut.

  

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und dieses Projekt