Solidarisch gegen die Vertreibung indigener Völker

„Wir lassen uns hier nicht einfach vertreiben. Das ist unser Land und unser Wald, seit Generationen leben wir hier“, bekräftigt Andreia Munduruku auf dem Koordinierungstreffens indigener Frauen ihren entschlossenen Widerstand. Hier haben die Frauen die Möglichkeit sich über Erfahrungen mit Landraub aber auch über das traditionelle Wissen der Waldnutzung auszutauschen.

In Amazonien unterstützen wir die indigenen Gemeinschaften der Munduruku, Guajajara und Kumaraura bei der Forderung nach sicheren Landrechten. Übergriffe durch illegale Holzfäller und Goldsucher kommen ständig vor.  Aber besonders aggressiv greifen Großgrundbesitzer, Minenbetreiber sowie Infrastrukturprojekte wie Wasserkraftwerke nach dem indigenen Land. 

Grundlage für den Schutz der Gemeinschaften und der Umwelt ist die Anerkennung und Demarkierung als indigenes Territorium. Viele Gemeinschaften sind dazu übergegangen ihr Land selber zu demarkieren, um eine Handhabe gegen illegale Landnahme zu haben.

Dabei unterstützen unsere Partner die Gruppen genauso wie bei der Dokumentation von illegalen Verstößen gegen die geschützten Gebiete. Mithilfe von Drohnen, GPS-Geräten, Funkgeräten und Kameras werden Übergriffe schneller erkannt und aufgezeichnet. Das ist wichtig, damit diese Informationen dann an Medien, Staatsanwaltschaften oder Internationale Kommissionen weitergeleitet werden können.

 

 

Auch in Indien stehen die indigenen Adivasivölker unter einem massiven Vertreibungsdruck. Die bestehenden Schutzgesetze werden missachtet oder durch neue Gesetze verwässert.
Die Dongria Kondh konnten 2013 zwar einen großen Erfolg feiern und den Abbau ihres heiligen Berges durch den internationalen Vedanta-Konzern verhindern. Doch die Aluminium- Fabrik im Tal produziert mit herbeigeschafftem Bauxit auf Hochtouren. Vedanta und die Minengesellschaft OMC warten nur auf eine neue Gelegenheit, um die Reichtümer des Niyamgiri auszubeuten.

Währenddessen kämpfen die Dongria gegen Perspektivlosigkeit und schlechte Lebensumstände in ihren abgeschiedenen Dörfern. Sie gehören zu den am meisten gefährdeten Gemeinschaften Indiens. Viele von ihnen migrieren zum Überleben als Tagelöhner in andere Landesteile. Besonders die Jugendlichen der Dongria verlassen die Gebiete dauerhaft auf der Suche nach besseren Lebensperspektiven.

Ein Schulzugang ist aufgrund der Sprachbarrieren fast unmöglich. So müssen Kinder in weit entfernte Internate verschickt werden. Mit der fehlenden Bildung einher geht eine Unkenntnis über bestehende Rechte und zustehende staatliche Förderungen.

Unsere Projektpartner in Odisha arbeiten in 10 Dongriadörfern und stehen den Gemeinschaften dabei bei, Landrechte zu sichern. Frauengruppen werden beim Anbau von Ananas, Papaya, Jackfruit und anderer forstwirtschaftlicher Produkten unterstützt, für die es eine Nachfrage auf den umliegenden Märkten gibt. Die Frauen erlernen dabei Bewässerungstechniken, Saatgutzucht und ökologische Anbaumethoden - Jugendliche werden im Anbau und der Vermarktung von Kurkuma und Hirse geschult.  

Damit es für sie und ihre Kinder eine Zukunft gibt, brauchen die indigenen Völker Brasiliens und die indischen Dongria dringend unsere Unterstützung!

  

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