Gemeinsam Corona stoppen und die Armut in Indien bekämpfen

 „Die Männer gehen ja schon seit längerem zum Arbeiten in die größeren Städte weg, und wir müssen alleine klar kommen mit dem schwierigen Alltag“, berichtet Frau Chandri aus dem Dorf Naniapali im indischen Bundestaat Odisha. Doch durch die Coronakrise hat sich die Situation für sie und Millionen andere arme Familien in den Dörfern Indiens extrem zugespitzt.

Die Bilder gingen weltweit durch die Medien: Indische Wanderarbeiter versuchen nach dem spontanen Lockdown in Indien über hunderte Kilometer zu Fuß in ihre Dörfer zurückzukehren. Sie hatten von einem Tag zum anderen kein Einkommen mehr und nichts zu essen. Getrieben von der Sorge, dass ohne ein Zusatzeinkommen und ohne gute Ernte die Familie verhungern könnte, spielen die tödlichen Gefahren einer COVID-19-Infektion für den Großteil der indischen Armen nur eine Nebenrolle.

Corona, Klimawandelfolgen und Armut kommen zusammen

Die aktuelle Coronakrise zeigt die fürchterliche Dimension von Armut und Diskriminierung in Indien. In  abgelegenen Dörfern im Bundesstaat Odisha kämpfen die Familien um ihr Überleben. Der Klimawandel mit langen Dürren und extremen Regenfällen macht ein ausreichendes Auskommen durch Landwirtschaft völlig unmöglich. In ihrer Not müssen die Männer fast jedes Arbeitsangebot annehmen und werden häufig rücksichtslos ausgebeutet. Die Frauen bleiben monatelang alleine mit Kindern und hilfebedürftigen Angehörigen zurück.

 

 

 

Stopp der Abwanderung durch neue Einkommen

Doch in den Dörfern unserer Partnerorganisationen in Odisha hat sich vieles positiv entwickelt. Durch die konsequente Förderung der Frauen, die Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten und die langsame Anpassung an den Klimawandel entsteht nach und nach eine neue wirtschaftliche Basis. Die gravierenden Probleme der unsicheren Arbeitsmigration wurden erkannt. Es wird über staatliche Programme Arbeit in der Region geschaffen. Migrationsregister und Aufklärungsarbeit verringern das Risiko der Ausbeutung der Wanderarbeiter.

Die Entschlossenheit und Solidarität der Menschen macht Hoffnung, dass die Dorfbewohner*innen den tödlichen Gefahren durch den Coronavirus entgegentreten  können. Trotz der extremen Armut, der fehlenden Gesundheitsversorgung und der Mangelernährung, die hier herrschen. Sehr schnell wurden Maßnahmen zur Verhinderung einer  Ausbreitung des Virus eingeleitet, die wir von der ASW aus gerne gefördert haben.

Angesichts der existenziellen Bedrohung durch den Coronavirus und die Folgen des Lockdowns in Indien bitten wir Sie heute sehr herzlich sich an die Seite der armen Menschen zu stellen. Unterstützen Sie bitte die Arbeit unserer Partner*innen in den ländlichen Gebieten Odishas mit Ihrer solidarischen Spende!