Indien – Obst und Gemüse für die Ärmsten

Unsere beiden Projektregionen in Bihar im Nordosten Indiens sind zunehmend von Dürren und Starkregen betroffen. Hier haben sich die von extremer Armut und Mangelernährung betroffenen Dalit-Familien zwar Zugang zu Land erkämpft, es fehlen aber Bewässerungsmöglichkeiten.

Um diesen unwirtlichen Umständen entgegenzuwirken, werden kleine Dämme und Teiche errichtet und Solarpumpen angeschafft. So sollen zwei Ernten pro Jahr möglich werden.

Die Frauen aus den Dörfern sind verantwortlich für die Versorgung der Familien und tragen das Projekt. Sie werden mit der Bewässerung vertraut gemacht, erlernen angepasste Anbauformen für Obst, Gemüse und Getreide, die Anlage von Küchengärten, die Nutzung von Wildpflanzen sowie Kleintierhaltung.

Aktive Frauen bekämpfen die Mangelernährung

In Workshops in den Dörfern und an den Schulen wird über Gesundheitsvorsorge und gesunde Ernährung aufgeklärt.Durch die Förderung von Verkaufsaktivitäten der angebauten Produkte werden zusätzliche Einkommen erzielt, ebenso können Bewohner:innen zum Tageslohn auf den neu entstehenden Feldern arbeiten.

 

 „In den Kursen habe ich gelernt, welche Wildpflanzen ich sammeln und verarbeiten kann. Ich bekam auch Unterstützung bei dem Betreiben meines kleinen Küchengartens mit Kräutern und einigen Pflanzen wie Guave und Aubergine. Kürzlich konnte ich auswählen, ob ich Hühner halten möchte oder lieber eine kleine Pilzzucht aufbauen. Ich habe mich für die Hühner entschieden, damit meine Kinder regelmäßig Eier essen können. Demnächst nehme ich an einem Training zur Hühnerzucht teil“, berichtet eine Bewohnerin aus dem Dorf Kohvari.

 

Mangel und Armut dauerhaft beseitigen

Ziel ist es, die Fälle schwerer Mangelerkrankungen bei Frauen und Kinder drastisch zu reduzieren und den Frauen mehr Mitspracherechte in der Gemeinde zu ermöglichen. Die extreme Armut der Dorfbewohner:innen wollen unsere Partner durch diese Selbsthilfeprojekte dauerhaft beseitigen. 

Die Bauarbeiten und die Anschaffung der Pumpen konnten durch eine tolle Spendenaktion bereits finanziert werden: Drei Generationen einer langjährigen Spenderfamilie trugen die benötigten 22.500 Euro zusammen – Herzlichen Dank dafür!
Nun geht es darum, die Frauen der Dörfer bei den Maßnahmen gegen Hunger und Armut zu stärken. Dafür bitten wir um Ihre solidarische Unterstützung!